"Es soll und wird derjenige gewinnen, der weniger Fehler macht und der Schnellere ist", sagte der Milliardär. "Ob Marks Vorsprung für den WM-Titel reichen wird, wird man sehen", so Mateschitz, der seinen Piloten auch einen kleinen Appell mit auf die Reise nach Yeongam schickte. "Wichtig ist, dass beide wissen, dass sie den jeweils anderen brauchen, um Weltmeister zu werden, und dass sie letztlich auch für das Team und somit um die Konstrukteursmeisterschaft fahren."
"Wir dürfen einfach kein Pech haben"
Der Spanier Fernando Alonso, der wie Vettel 14 Punkte Rückstand auf Webber hat, ist der einzige Rivale des Red-Bull-Duos, der auch noch aus eigener Kraft Weltmeister werden kann. Fürchtet Mateschitz, dass der zweifache Champion der lachende Dritte sein könnte? "Das kann natürlich immer passieren, nicht mehr jedoch nach der 'Papierform'. Technische Defekte oder unverschuldete Unfälle können aber bekanntlich niemals ausgeschlossen werden", entgegnete Mateschitz. "So gesehen müssen wir kein Glück haben, wir dürfen einfach kein Pech haben."
WM-Leader Webber selbst will in den verbleibenden drei Rennen nicht zur Salami-Taktik greifen, obwohl ihm wohl schon zweite Plätze zum Titelgewinn reichen würden. "Ich muss auch gewinnen, darf nicht defensiv denken", so der 34-jährige Australier.
Seit Monza und damit drei Rennen ist Underdog Webber an der Spitze der WM-Wertung und obwohl er seinen Vorsprung seitdem scheibchenweise ausbaute, machte ausgerechnet sein fast schon abgeschrieben gewesener Teamkollege Vettel in dieser Phase die meisten Punkte. "Wo auch immer. Ich muss einen weiteren Sieg einfahren", erklärte Webber daher gegenüber der BBC. "Ich habe einen Polster, der kann aber schnell verspielt sein."
Marko-Lob für Webber und Vettel
Alle Vorzeichen für einen Psychothriller sind also gegeben, wird doch wohl der im gleichen Auto sitzende Vettel den meisten Druck ausüben. "Beide sind aber in Japan diszipliniert gefahren und haben auch taktisch mitgespielt", lobte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko seine beiden Piloten, die sich im Laufe der Saison schon mehrmals in die Haare geraten waren.
Auch wenn Ferrari-Pilot Alonso der vermutlich beste Fahrer im Kreis der WM-Anwärter ist, sieht Marko seine austro-englische Truppe klar im Vorteil. "Wir sind vorne, während die anderen angreifen und mehr Risiko nehmen müssen. Das ist unser größter Vorteil, wir können es also gelassener angehen."








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