25.10.2020 18:03 |

Weiter sieglos

Hartberg: Keine Spur mehr von der Leichtigkeit

Bundesligist Hartberg bleibt in der Liga als einziges Team ohne Sieg - beim 1:1 auswärts am Tivoli gegen WSG Tirol kämpften sich die Mannen von Markus Schopp zwar zum fünften Mal im fünften Spiel nach einem 0:1-Rückstand zurück in die Partie, vom ersten Dreier waren die Oststeirer aber dennoch weit entfernt. Die Akteure wissen, dass noch viel Arbeit wartet.

Die Leichtigkeit des Seins - jene, mit der die Hartberger in den letzten Saisonen durch die Bundesliga und bis in den Europacup steil nach oben gerast waren - sie ist nicht mehr da. Der Blick auf die Tabelle lässt nach nur fünf gespielten Runden zwar noch keine Alarmglocken läuten, langsam aber sicher wird die Lage am untersten Ende der Liga für das Überraschungsteam, das nun keines mehr ist, sichtlich unentspannter. Und wohl immer mehr zur mentalen Angelegenheit. Von Überzeugung und Selbstvertrauen ist derzeit kaum etwas zu sehen. Deutlich erkennbar bei den klaren Torchancen wie jener des Rajko Rep am Tivoli, der allein am Weg zum Tor den letzten Punch, unbedingt den Treffer machen zu wollen, vermissen ließ.

„Wir sind jetzt in einer Phase, in der wir kämpfen müssen“, gab der Regisseur nach dem 1:1, dem dritten Punktgewinn, zu. Mit seinem Kopftor bewahrte der slowenische Teamspieler die Steirer vor der drohenden Auswärtsniederlage. „Ich hab schon einige Tore in meiner Karriere gemacht. Mit dem Kopf hab ich denk ich aber das letzte Mal in der zweiten Liga für den LASK getroffen“, musste Rep schmunzeln.

Ansonsten ist den Hartbergern, bei denen Seifedin Chabbi Kurzdebüt feierte, das Lächeln aber vergangen. „Scheinbar brauchen wir es derzeit, in Rückstand zu geraten“, rätselt Dario Tadic, der am Tivoli großteils abgemeldet war. Als der Torjäger einmal durch war, hielt ihn Gugganig zurück - der fällige Torraub samt roter Karte wurde allerdings nicht gepfiffen.

Noch mehr dran glauben!“
„Das sind Szenen, die natürlich mitentscheiden“, will Coach Markus Schopp den Punktverlust aber nicht an der Fehlentscheidung festmachen. „Denn wir müssen einfach mit noch mehr Leidenschaft und Überzeugung daran arbeiten, so ein Spiel noch zu drehen. Das 1:1 war verdient, die Burschen sind auch gut aus der Kabine gekommen. Aber nach dem Ausgleich hätte uns Wattens noch einmal richtig wehtun können. Und das muss man mit den Burschen klar besprechen, damit sie auch verstehen, dass ein Punkt ein Punkt ist.“

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