16.10.2020 18:23 |

Anschober warnt:

„Corona-Ansteckungen vermehrt im privaten Bereich“

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen in Österreich hat sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag über drei Entwicklungen besorgt gezeigt. Der Minister sagte zwar, es zeige sich, „dass die Ampel hervorragend funktioniert“, aber: „Immer stärker verschieben sich die Ansteckungen in den privaten Bereich, hin zu kleinen Feiern und Partys, zu kleinen Veranstaltungen und in Familien.“ Auch die Zunahme der Spitalspatienten sei beunruhigend. 

Die Zahl der Hospitalisierungen ist in den vergangenen sieben Tagen um 37 Prozent angestiegen, so Anschober. Die Zahl der Patienten mit intensivmedizinischem Betreuungsbedarf erhöhte sich um 20 Prozent. Beunruhigt zeigte sich der Minister auch angesichts der Tatsache, dass erstmals seit Wochen sind auch wieder vermehrt Fälle in Seniorenheimen aufgetreten waren. Das Durchschnittsalter der positiv Getesteten liegt bereits bei über 40 Jahren. Im August war dieser Wert durchschnittlich bei 34 Jahren gelegen.

Anschober gab sich dennoch zuversichtlich, dass sich die nun getroffenen regionalen Zusatzmaßnahmen positiv auswirken werden: „Wenn es uns gelingt, die Peaks in diesen Regionen abzufangen und zu verringern, dann ist das bereits der halbe Erfolg für die Entwicklung in Österreich.“ Zugleich bekräftigte der Gesundheitsminister, dass neben Regionalmaßnahmen auch Bundesmaßnahmen vorbereitet werden.

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Wir benötigen wieder eine Team-Stimmung in der Bevölkerung wie im Frühling. Die Pandemie ist kein Tsunami, dem wir wehrlos ausgesetzt wären.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober

„Europa ist wieder das Epizentrum der Pandemie“
„Europa ist nach Monaten nun wieder das Epizentrum der weltweiten Pandemie mit den größten Steigerungen. Der befürchtete starke Zuwachs bei stark fallenden Temperaturen ist damit Wirklichkeit geworden“, sagte Anschober und forderte wieder mehr Gemeinsamkeit und Zusammenhalt auch in Österreich. „Wir benötigen wieder eine Team-Stimmung in der Bevölkerung wie im Frühling. Die Pandemie ist kein Tsunami, dem wir wehrlos ausgesetzt wären“, so Anschober. „Wir haben im Frühling bewiesen, dass wir es können.“

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