Ivanovic hatte bei ihrem zweiten Triumph in Linz das Match von Beginn an unter Kontrolle, setzte Schnyder unter den Augen ihres eigens fürs Finale angereisten Vaters Miroslav vor allem mit ihren harten Aufschlägen zu. "Ich habe mich wirklich gut gefühlt und alles getroffen", sagte Ivanovic nach ihrem neunten Titel auf der WTA-Tour. "Ich wusste, dass ich sie mit meinem Aufschlag unter Druck setzen muss. Ich habe viel riskiert, und mir ist alles aufgegangen." Die Chancenlosigkeit ihrer Gegnerin überraschte aber selbst Ivanovic: "Sie hat die ganze Woche über gut gespielt. Ich weiß es nicht, sie hat vielleicht keinen guten Tag gehabt."
"Habe so lange darauf hingearbeitet"
Ivanovic zeigte sich überglücklich. 2008, dem Jahr ihres bis Sonntag letzten Turniererfolgs, war sie 20-jährig zur Nummer eins der Welt aufgestiegen, konnte die Erwartungen danach aber nicht erfüllen. Dem kometenhaften Aufstieg folgte schließlich der Fall bis auf Platz 64 der Weltrangliste. "Nach zwei Jahren habe ich endlich wieder gewonnen, ich habe so lange darauf hingearbeitet", meinte Ivanovic. In der Weltrangliste wird sich die aktuelle Nummer 29 mit den in Linz errungenen 280 Punkten in Richtung Top 25 verbessern.
"Schnyder: Da war nichts zu machen"
Schnyder, die sich bereits zum dritten Mal nach 2005 und 2007 in einem Linz-Finale geschlagen geben musste, war nach der Express-Niederlage recht gefasst. "Man muss der Gegnerin einfach Respekt zollen. Da war nichts zu machen, wenn jemand so gut aufschlägt. Ich hatte einfach keine Chance, ins Spiel zu kommen. Wenn sie so einen Tag erwischt, dann gewinnt sie gegen jede. Ich bin mit meinem Spiel dennoch zufrieden", sagte die 32-Jährige, deren Ehemann und Trainer gerade beim wichtigsten Spiel des Turniers fehlte. Er saß wegen eines Fluglotsenstreiks in London fest.








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