10.10.2020 19:00 |

Fußball

Schreier: Junge Kicker profitieren von der Krise

Frank Schreier ist eine Branchengröße im Bereich der Fußball-Spielervermittler. Der Halleiner gab im „Krone“-Gespräch Einblick, wie sehr sich die Corona-Krise auf die Profi-Kicker auswirkt. Viele sind vertragslos geworden, doch es gab auch Gewinner. Und: Schreier gibt auch Einblick in die Entwicklung der Gagen.

Die durch Corona verlängerte Sommer-Transferzeit ging am Montag zu Ende. Es wird gemunkelt, dass so viele Kicker wie noch nie vertragslos übrig geblieben sind. Prominente Beispiele aus Salzburg sind etwa der Ex-Admiraner Christoph Schösswendter und der Ex-Rieder Patrick Möschl.

Für wen es schwieriger geworden ist
„Spieler, die verletzt waren, deren Vertrag ausgelaufen ist oder die keine Leistungsträger waren, für die ist es ganz, ganz schwer geworden“, betont auch Frank Schreier. Der zertifizierte FIFA-Spieler-Vermittler (More than Sport) ist eine der Branchengrößen, international gut vernetzt. Er betreut allein in Österreich über 30 Bundesliga-Kicker, dazu einige Trainer wie etwa Robert Ibertsberger, Markus Schopp, Gerald Baumgartner, Rene Aufhauser.

Die größte coronabedingte Änderung? „Sicher, dass die Klubs die Kader massiv reduzieren. In Österreich von 25 bis 30 Spieler auf 20 bis 25.“

Krise setzt Klubs massiv zu
Das bringt auch Gewinner. „Für junge Spieler im Alter von 17 bis 20 ist es deutlich besser geworden. Man setzt mehr auf sie, sie sind auch wirtschaftlich günstiger“, weiß Schreier. Ein Paradebeispiel für ihn: Patrick Wimmer von Austria Wien, mit 19 zum Stammspieler gereift.

Es wird auch erzählt, dass die Spielergagen um 20 bis 30 Prozent eingebrochen sind. „Das kann ich nicht bestätigen. Die Gehälter sind relativ stabil, gespart wird durch Kaderreduzierungen.“

Schreier fokussiert sich aber nicht nur auf Spieler, berät auch Vereine. Eng arbeitet er etwa mit Bundesligist St. Pölten zusammen. Wie lange halten die heimischen Bundesliga-Klubs die Corona-Krise noch durch? „Außer Red Bull alle bis maximal zum Jahresende, wenn es nicht Unterstützung gibt“, sieht er nicht mehr viel Spielraum.

Herbert Struber
Herbert Struber
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