Eishockey-Liga

KAC nach 4:1-Sieg gegen Jesenice weiter vor dem VSV

Sport
10.10.2010 22:34
Der KAC führt auch nach der 10. Runde weiter die Tabelle der Erste Bank Eishockey Liga mit zwei Punkten Vorsprung auf den Lokalrivalen VSV an. So wie die Kärntner Klubs gewannen am Sonntag auch die Vienna Capitals und die Graz 99ers. Salzburg setzte sich auf eigenem Eis gegen Fehervar nach Penaltyschießen 3:2 durch, womit alle vier Duelle der ÖEHV-Klubs mit Slowenen, Ungarn und Kroaten an Österreich gingen.

Die Capitals bezwangen Zagreb 7:4, Graz feierte bei den heimstarken Slowenen aus Ljubljana etwas überraschend einen 7:5-Erfolg. Nachzügler Linz ging gegen den VSV trotz 3:0-Führung letztlich als Verlierer vom Eis.

Red Bull Salzburg - Fehervar 3:2 n. P. (1:0, 0:0, 1:2/0:0, 1:0)Meister Salzburg hat seine Talfahrt in der Eishockey-Liga vorerst gestoppt. Nach drei Niederlagen in Folge gewannen die Mozartstädter daheim gegen Fehervar 3:2. Allerdings mit großer Mühe, den ersten Erfolg im Oktober stellte Duncan erst im Penaltyschießen sicher.

Die "Bullen" bestimmten von Beginn an das Geschehen und setzten sich im gegnerischen Drittel fest. Der Kampfgeist der Salzburger war deutlich zu sehen, spielerisch haperte es jedoch in der Truppe von Headcoach Pierre Page gewaltig. Zu umständlich agierten seine Schützlinge vor dem Tor der Ungarn, deshalb schaute in den ersten 40 Minuten auch nur ein Tor von Welser (14.) und eine magere 1:0-Führung heraus. Bezeichnend für die aktuell etwas unglückliche Lage der Salzburger war eine Szene im ersten Drittel: Lakos bekam nach einem Schuss seines Kollegen Koch den Puck ins Gesicht und musste mit einer Rissquetschwunde ins Krankenhaus.

Im Schlussabschnitt rächten sich die zahlreichen vergebenen Salzburger Großchancen bitter. Zunächst stellte Vaszjunyin auf 1:1 (43.), ehe Sofron aus einem Konter sogar für die Führung der Gäste sorgte (52.). Mühlstein (58.) rettete die Hausherren in die Overtime. Im Penaltyschießen entschied erst der insgesamt zehnte und von Duncan verwandelte Penalty das Spiel, zu dem aufgrund der zuletzt schwachen Salzburger Leistungen nur rund 1.200 Fans gekommen waren.

Black Wings Linz - VSV 3:4 n.P. (3:0, 0:0, 0:3/0:0, 0:1)
Die Black Wings haben auch in der zehnten Runde ihre Talfahrt nicht stoppen können. Nach vier Niederlagen in Folge und zuletzt einer herben 0:9-Schlappe in Zagreb mussten sich die Oberösterreicher am Sonntag zu Hause auch dem VSV geschlagen geben, unterlagen nach 3:0-Führung im Penaltyschießen noch 3:4. Die Linzer sind weiter Letzter, Villach blieb als Zweiter dem ebenfalls siegreichen KAC auf den Fersen.

Die Linzer agierte zu Beginn noch leicht verunsichert, schienen aber dank der Rückkehr von Verteidiger Rich Bronilla zumindest in der Defensive wieder zu Stabilität zu finden. Bereits in der siebenten Minute brach Eric Healey nach torlosen 130 Minuten den Bann und brachte die Hausherren mit 1:0 in Führung. Michael Mayr (10.) und Robert Shearer (13./PP) erhöhten noch vor der ersten Pause auf 3:0.

Villach lieferte den Linzern ein offenes Spiel, blieb trotz zahlreicher Schussversuche aber vorläufig ohne Torerfolg. Im Schlussdrittel brachten 16 Sekunden dann aber den durchaus verdienten Umschwung. Derek Damon traf in der 49. Minute erst im Powerplay und gleich darauf zum 2:3. 43 Sekunden vor der Schlusssirene erzwang Jonathan Ferland mit dem 3:3 die - torlose - Verlängerung, Kevin Mitchell versenkte im Penaltyschießen den entscheidenden Puck im Linzer Tor.

Vienna Capitals - Zagreb 7:4 (4:1, 1:2, 2:1)
Die Vienna Capitals haben ihr 500. Meisterschaftsspiel standesgemäß mit einem Sieg abgeschlossen. Die Wiener setzten sich gegen Medvescak Zagreb 7:4 durch und feierten damit den dritten Sieg in Folge. Das Team um Head Coach Kevin Gaudet rückte in der Tabelle nach der 10. Runde auf den dritten Rang vor, Zagreb fiel auf den sechsten Rang zurück.

Die Entscheidung in der mit 3.650 Zuschauern gefüllten Albert-Schultz-Halle fiel bereits im ersten Drittel. Auch ohne den angeschlagenen Kapitän Benoit Gratton (Nackenprobleme) legten die Hausherren forsch los und lagen nach Treffern von Marcel Rodman (4.), Francois Fortier (9./PP, 9.) und Corry Larose (12./PP) schon nach 11:55 Minuten klar 4:0 voran. Tabellennachbar Zagreb konnte sich von diesem Fehlstart nicht mehr erholen.

Die Kroaten kamen zwar Mitte des zweiten Drittels noch auf 3:5 heran, wirklich zittern mussten die "Caps" dennoch nicht. Rafael Rotter besorgte im Schlussabschnitt nach einem sehenswerten Solo (45.) die Vorentscheidung. Die Gäste verkürzten im Finish durch Robby Sandrock (55.) zwar erneut, Philipp Pinter stellte mit einem Empty-net-Tor mit der Schlusssirene aber den Endstand her. Die in Wien weiter sieglosen "Bären" bleiben somit Lieblingsgast der Capitals. In Zagreb hatte das Gaudet-Team Anfang Oktober noch 1:6 verloren.

Olimpija Ljubljana - Graz 99ers 5:7 (0:2, 3:2, 2:3)
Die Graz 99ers haben auch das zweite Saison-Duell mit Olimpija Ljubljana für sich entschieden. Die Steirer gewannen in Slowenien nach einem spannendem Match mit wechselndem Verlauf mit 7:5 und sorgten dafür, dass die Slowenen im fünften Heimspiel erstmals leer ausgingen.

Bisher eher mäßig in der Verwertung der Powerplay-Chancen, gingen die Grazer auf fremdem Eis im ersten Drittel 2:0 in Führung. Peintner (6.) und Werenka (18.) scorten jeweils in Überzahl. Im Mittelabschnitt ließen die "Drachen" ihre Heimstärke aufblitzen: Mustonen (23.), Hebar und Pavlin (PP) drehten das Match innerhalb von 2:09 Minuten zum 3:2. Doch das Team von Bill Gilligan blieb die Antwort nicht lange schuldig. Nur 21 Sekunden nach dem dritten Gegentreffer glich Ouellettte aus, dank Herzog (27.) gingen die Grazer mit einer 4:3-Führung ins Schlussdrittel.

Da war Spannung Trumpf, doch die Grazer gaben die Kontrolle nicht mehr aus der Hand. Wöger (42.) gelang das 5:3, Pance (44.) ließ die Gastgeber mit dem 4:5 nochmals hoffen, ehe Peintner nach einem Abwehrfehler allein vor Keeper Sila zum zweiten Mal traf und den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellte. Obwohl Peintner zehn Minuten vor Schluss nach einem Foul vorzeitig vom Eis musste, überstanden die Grazer eine dreiminütige numerische Unterlegenheit und bewiesen sich in dieser Phase als zweitbestes Defensiv-Team der Liga. Brunnegger gelang sogar das 7:4, der Treffer von Sachl fünf Sekunden vor dem Ende tat für die Grazer nichts mehr zu Sache, ihr diszipliniertes Spiel brachte einen wertvollen Sieg.

KAC - HK Jesenice 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)
Die Klagenfurter feierten in der 10. Runde einen 4:1-Heimsieg gegen HK Jesenice. Die Slowenen, das zweitbeste Auswärtsteam der Liga, hielten die Partie vor 4.200 Fans in der Stadthalle zwar lange Zeit offen, doch die bessere Chancenauswertung sprach schließlich klar für die Kärntner, die in den jüngsten sechs Matches stets gepunktet haben.

Craig gelang im Powerplay (7.) die frühe Führung und Furey stellte im zweiten Abschnitt auf 2:0 (33.). Aber es sollte vorerst nicht so einseitig weitergehen: Jeglic (37.) gelang der Anschlusstreffer, die Slowenen kamen zu einigen Möglichkeiten. Doch anders als beim 5:3 zwei Tage zuvor in Graz vermochte Jesenice nicht zuzusetzen. KAC-Neuerwerbung Spurgeon stellte in Überzahl auf 3:1 (47.), ehe Schuller (58.) den Schlusspunkt setzte. Die Gäste hatten schon 2:34 Minuten vor dem Ende den Keeper vom Eis genommen, wenige Sekunden danach kassierten sie den entscheidenden Treffer.

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(Bild: KMM)



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