Helfer in OÖ gesucht:

Die heimischen Igel-Stationen sind „ausgebucht“

„Kein Zimmer frei!“ in den Igel-Stationen in Oberösterreich. Schon ehe es jetzt wirklich kalt wird, sind die Igel-Asyle ausgebucht. „Für echte Notfälle haben wir immer Platz, aber wir versuchen jetzt vermehrt, die Leute soweit zu unterstützen, dass sie selbst die Igel über den Winter bringen“, sagt Gabriele Kaar aus Altmünster.

„Wir haben derzeit 63 Tiere in unserer Obhut, sind ausgebucht. Und mehr als 70 haben wir schon zu Überwinterungsstellen rausgegeben“, sagt Gabriele Kaar, die seit acht Jahren beim Igel-Schutz aktiv ist. Sie weiß, dass „einige Teile von Oberösterreich schon völlig igelfrei sind“ und jedes gerettete Tier wichtig ist, da die Stachelträger leider vom Aussterben bedroht sind.

Start in den Winterschlaf
Wenn es jetzt kalt wird, dann begeben sich die Igel langsam, aber sicher in den Winterschlaf. Viele Tiere überleben den ersten Winterschlaf, aus dem sie im Monat etwa einmal erwachen, nicht, weil sie krank oder noch zu mager sind. Wie man erkennt, ob ein Tier eine Chance hat, über den Winter zu kommen, sehen Sie in der Grafik links.

Quartiere dringend für den Winter gesucht
„Es gibt auch Leute, die meinen es zu gut und sammeln wirklich alle Igel auf, die sie finden und bringen sie uns. Aber die werden nur schnell durchgecheckt, von Parasiten befreit und dann wieder in die Freiheit entlassen“, sagt Kaar, die weiß, dass heuer die Sorge um Tiere, aber auch die Bereitschaft zu helfen, besonders groß ist. „Da spielt auch Corona eine Rolle“, so die „Igel-Mama“, die auch Winterplätze für ihre Schützlinge sucht - Schuppen oder Stadl, in denen zumindest zwei Tiere untergebracht werden. „Der Aufwand ist gering, die Igel müssen einmal die Woche mit Katzen-Trockenfutter und Wasser versorgt werden.“

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Samstag, 31. Oktober 2020
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