Die Tagessiege überließen die neuen spanischen Weltmeister dabei jeweils der italienischen Konkurrenz. So gewann der entthronte MotoGP-Champion Valentino Rossi (Yamaha) vor 62.000 Zuschauern vor seinem Landsmann Andrea Dovizioso (Honda) und Lorenzo, der unmittelbar nach der Zieleinfahrt ein Schild mit der Aufschrift "Game over" in die Höhe streckte.
"Weltmeister in der MotoGP-Klasse zu werden, ist das Schönste und Größte, was ein Motorradrennfahrer erreichen kann. Und ich habe das jetzt geschafft. Heute ist der glücklichste Tag meines Lebens, ich freue mich schon aufs Feiern. Für mich ist ein Traum wahr geworden, besser geht's nicht", betonte der sichtlich überwältigte Lorenzo, dem bereits Rang zehn zum Titelgewinn gereicht hätte.
46. Yamaha-Sieg für "Dottore" Rossi
Für Rossi, der seine erfolgreiche Titelverteidigung bereits nach seinem Anfang Juni bei einem Trainingssturz in Mugello erlittenen offenen Bruch des rechten Schienbeins hatte abhaken müssen, war der Sieg in Malaysia ein ganz besonderer. Jedoch nicht, weil es sein erster nach dem Verletzungs-Comeback war. "Das war mein 46. Sieg für Yamaha, also ein ganz besonderer Meilenstein", erklärte der 31-jährige Superstar, der mit der Nummer 46 fährt. Vier WM-Titel hat Rossi, der nun bei 105 GP-Erfolgen hält, mit Yamaha gewonnen, doch ab dem kommenden Jahr fährt "The Doctor" für Ducati.
In der 250er-Nachfolge-Kategorie Moto2, in der mit einem mehr als 150 PS starken Einheitsmotor des Herstellers Honda gefahren wird, ging der Sieg an Roberto Rolfo (Suter) vor Alex de Angelis (Motobi) aus San Marino. Elias genügte hinter dem Italiener Andrea Iannone Rang vier, da sein Landsmann und letzter verbliebener WM-Konkurrent Julian Simon (Suter) zwölf Runden vor Schluss im Kiesbett landete und als 21. ohne WM-Zähler blieb. "Ich bin so glücklich", stammelte Elias, der vor Erschöpfung die TV-Interviews abbrechen musste, um sich bei den tropischen Temperaturen erstmals abzukühlen, indem er sich mehrere Wasserflaschen über den Kopf goss.
Ranseder holt erneut WM-Punkte
Der Oberösterreicher Michael Ranseder, der im Qualifying mit Rang neun überrascht hatte, holte als 14. in seinem erst vierten WM-Lauf in diesem Jahr erneut zwei Punkte. "Leider hatte ich gleich nach dem Start große Probleme mit dem Vorderreifen, der erst langsam auf Temperatur kam", lautete Ranseders Erklärung für den vorübergehenden Rückfall auf Platz 20. Danach startete der 24-Jährige aber im Backofen von Sepang (36 Grad Celsius im Schatten) eine tolle Aufholjagd und arbeitete sich noch in die Punkteränge vor.
Nach seinen soliden Leistungen hat Ranseder bereits einige Angebote für die kommende Moto2-Saison erhalten. Im Grand Prix von Australien in einer Woche will er erneut sein Talent unter Beweis stellen. "Ich mag die Strecke in Phillip Island sehr. Auch die Stimmung dort ist immer klasse. Daher hoffe ich, dass ich dort an die Leistungen hier anknüpfen kann", betonte der Antiesenhofener.
Weiter Spannung in 125er-Klasse
Während in den beiden großen Klassen das Titelrennen entschieden ist, herrscht in der Kategorie bis 125 ccm Hochspannung, wobei auch dieser Titel fix nach Spanien geht. Derbi-Fahrer Marc Marquez übernahm mit seinem bereits achten Saisonsieg die Gesamtführung und hat nun drei Punkte Vorsprung auf Nicolas Terol (Aprilia), der hinter Pol Espargaro (Derbi) Dritter wurde. Espargaro hat als WM-Dritter auch nur zwölf Zähler Rückstand auf Marquez.
Ergebnis des 125-ccm-Rennens:
1. Marc Marquez (ESP) Derbi 40:29,035 Minuten
2. Pol Espargaro (ESP) Derbi +2,341 Sekunden
3. Nicolas Terol (ESP) Aprilia +3,656
4. Efren Vazquez (ESP) Derbi +6,780
5. Bradley Smith (GBR) Aprilia +7,133
6. Sandro Cortese (GER) Derbi +7,297
Ergebnis des Moto2-Rennens:
1. Roberto Rolfo (ITA) Suter 41:09,412 Minuten
2. Alex de Angeles (ESP) Motobi +0,040 Sekunden
3. Andrea Iannone (ITA) Speed Up +5,915
4. Toni Elias (ESP) Moriwaki +6,322
5. Alex Debon (ESP) FTR +11,912
6. Karel Abraham (CZE) FTR +12,458
Weiter:
14. Michael Ranseder (AUT) Suter +22.388
Ergebnis des MotoGP-Rennens:
1. Valentino Rossi (ITA) Yamaha 41:03,448 Minuten
2. Andrea Dovizioso (ITA) Honda +0,224 Sekunden
3. Jorge Lorenzo (ESP) Yamaha +6,035
4. Ben Spies (USA) Yamaha +13,676
5. Alvaro Bautista (ESP) Suzuki +15,402
6. Nicky Hayden (USA) Ducati +18,826








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