Afghane verurteilt

Brandanschlag in FPÖ-Büro: Dreieinhalb Jahre Haft

Ein 21-jähriger Afghane ist am Dienstag wegen des Brandanschlags auf die Landesgeschäftsstelle der FPÖ Niederösterreich in St. Pölten zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Schuldig gesprochen wurde der Angeklagte allerdings auch wegen anderer Anklagepunkte, unter anderem Tätlichkeiten, die er während seiner Inhaftierung verübt haben soll.

Der 21-Jährige, dessen Asylansuchen bereits negativ entschieden wurde, soll im August 2019 gemeinsam mit mehreren bis dato nicht identifizierten Komplizen Brandsätze und Steine durch die Fenster der FP-Landesgeschäftsstelle geworfen haben. Dabei wurde er selbst verletzt und erlitt Verbrennungen - die ihn letzten Endes überführen sollten. Denn als er sich einige Tage später im Wiener SMZ Ost wegen einer Schulterverletzung behandeln ließ, fielen seine Brandwunden auf.

Neben dem Hauptanklagepunkt, der Brandstiftung, wurde der Angeklagte auch wegen gefährlicher Drohung, versuchter Körperverletzung und Verleumdung während der U-Haft verurteilt. Die Verleumdung gab der Mann zu, in den übrigen Punkten war er nicht geständig. Als Motiv gab er die Ausländerpolitik der FPÖ an. 

„Hoffen, dass Strafhaft verhaltenssteuernde Wirkung hat“
Der Schuldspruch gründe überwiegend darauf, dass der Angeklagte nicht dargelegt habe, wobei er sich die Brandverletzung zugezogen habe, hielt der vorsitzende Richter fest. In Sachen Strafzumessung hätten sich unter anderem drei einschlägige Vorstrafen erschwerend ausgewirkt. Mildernd gewertet wurde etwa, dass es hinsichtlich der Brandstiftung beim Versuch geblieben ist und der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt jünger als 21 Jahre war. „Wir hoffen, dass diese Strafhaft verhaltenssteuernde Wirkung auf ihn auswirken wird können“, fasste der Richter zusammen.

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