1,400.000 Euro weg

Verhaftung kam für Millionenbetrüger überraschend

Willkommen daheim! Und zur Begrüßung klickten gleich die Handschellen. Denn seit drei Jahren suchte die Justiz nach einem türkischstämmigen Linzer, der mit krummen Machenschaften die Finanz in Österreich um 1,4 Millionen Euro betrogen hatte. Zudem hat der 43-Jährige auch mehrere Geschäftspartner ruiniert.

Schon im Jahr 2017 war der Türke vor Gericht geladen, weil er in sogenannte Karussellgeschäfte verwickelt war, beziehungsweise die Fäden zog und so Millionen Euro abzockte, die eigentlich an die Finanz abgeliefert werden hätten müssen. Doch es kam nie zum Urteilsspruch, weil sich der in Linz geborene mutmaßlich Betrüger in die Heimat seiner Eltern absetzte und in der Türkei untertauchte. Das Geld hatte Erkan Y. vermutlich mitgenommen, zumindest war es nicht mehr auffindbar - so wie er.

Falle gestellt
Bis jetzt! Denn vergangene Woche wurde der Gesuchte in Linz gesichtet, wo auch seine ganze Familie lebt. Als die Staatsanwaltschaft davon erfuhr, schaltete sie sofort die Zielfahnder des Landeskriminalamts Oberösterreich ein. Und die hatten den „richtigen Riecher“, konnten den Verdächtigen in der Landeshauptstadt ausmachen und verfolgen. Um ihn nicht zu verunsichern oder zu einer Panikreaktion zu verleiten, bauten die Polizisten eine Falle auf. Beamte der Einsatzeinheit gegen die Straßenkriminalität (EGS) legten sich in Hörsching bei der B 1 auf die Lauer und winkten den Wagen des verdächtigen Millionenbetrügers heraus. Als der erfuhr, dass er nicht den Führerschein herzeigen sollte, sondern Handschellen angelegt bekam, war er sichtlich überrascht.

10 Jahre Haft drohen
Jetzt drohen dem Verdächtigen bei Prozess bis zu zehn Jahre Haft.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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Samstag, 24. Oktober 2020
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