30.09.2020 10:05 |

Von Haien umkreist

Jahrelang vermisste Frau nun aus Meer gerettet

Eine Kolumbianerin war zwei Jahre wie vom Erdboden verschluckt - dann tauchte die 46-Jährige schließlich lebendig, wenn auch sehr geschwächt, mitten im Meer wieder auf. Ein Fischer zog sie aus dem Wasser. Wo die Gerettete die vergangenen beiden Jahre geblieben war, ist ein Rätsel.

Statt Fischen ging dem Kolumbianer Rolando Visba ein ganz besonderer Fang ins Netz: Gemeinsam mit einem Kollegen konnte er Samstagfrüh die bewusstlos im Meer treibende Angelica Gaitan aus dem Wasser retten. „Ich wurde neu geboren, Gott wollte nicht, dass ich sterbe“, sollen die ersten Worte der unterkühlten Kolumbianerin gewesen sein, berichtete die Zeitung „La Libertad“.

Haie sollen um Kolumbianerin gekreist haben
Gaitan sei acht Stunden im Wasser getrieben, berichteten lokale Medien weiters. Sie erzählte, dass Tiere um sie gekreist seien, als sie im Meer trieb. „Ich wusste, dass es in diesem Gebiet viele Haie gibt. Ich weiß nicht, ob es eine Halluzination war, aber ich fühlte, dass eine Flosse sehr nahe an mir vorbeizog, und es hörte einfach nicht auf“, so die Kolumbianerin.

Frau lief vor gewalttätigem Ehemann davon
Der Fischer hatte erst geglaubt, dass es sich um Treibholz handelte - erst als Gaitan die Hand hob und winkte, erkannte er, dass da ein Mensch im offenen Meer trieb. Nach der Rettung stellte sich heraus: Die Familie hatte bereits zwei Jahre nichts von der 46-Jährigen gehört. Die Frau gab nach ihrer Rettung an, sie sei vor ihrem Mann geflüchtet, der sie physisch und psychisch misshandelt hatte. Mit ihrem Sprung ins Meer habe sie sich das Leben nehmen wollen, teilte sie den Einsatzkräften mit.

Ihre Tochter richtete nun eine Spendenaktion ein, um ihre Mutter nach Bogota bringen zu können, wo ihre Familie lebt. Diese will sich dort um die offenbar psychisch kranke Frau kümmern.

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