28.09.2020 19:51 |

Gelungener Paris-Start

Dominic Thiem: „Er wäre mir sicher drübergefahren“

Dominic Thiem hat die erste Prüfung als frisch gebackener Grand-Slam-Champion am Montag mit Bravour bestanden. Gegen Ex-US-Open-Sieger Marin Cilic gleich in Runde eins der French Open anzutreten, war in der Tat kein Traumlos gewesen. „Wenn ich da nicht von Anfang an da gewesen wäre, wäre er mir sicher drübergefahren. Deshalb habe ich schon ein bisserl Bammel gehabt vor dem Match. Aber es ist super gelungen“, freute sich Thiem in der Video-Pressekonferenz nach seinem Sieg.

Den weniger großen Druck nach dem erfüllten Lebenstraum „Major-Titel“ bei den US Open habe er auf dem Platz „vielleicht ganz, ganz wenig“ gespürt. „Aber eigentlich war es ein Match wie davor auch. Ich wollte es natürlich unbedingt gewinnen, wollte eine gute Leistung abrufen und ich habe vor dem Match auch gewusst, dass es nötig sein wird.“ Thiem war mit dem größten Respekt vor Cilic ins Match gegangen.

Die Herausforderung Nummer eins vor seinem ersten Match nach dem US-Open-Titel vor zwei Wochen war aber eine andere. „Die größte Challenge war, einfach wieder diese richtige Anspannung zu finden, weil natürlich ist nach New York ein Riesendruck von mir abgefallen. Ich war zu Hause, habe ein paar Tage wirklich nicht an Tennis gedacht oder nichts gemacht. Dann eben in so kurzer Zeit wieder diesen guten Match-Rhythmus zu finden, diese Spannung wieder aufzubauen, das war nicht einfach“, gestand Thiem.

Die durch die regnerisch-kühle Wetterlage verlangsamten Bedingungen seien ihm dabei aber hilfreich gewesen. „Ich habe viele Returns zurückspielen können, weil es langsam war. Ich habe weiter hinten sein können, habe viele Bälle rauslaufen können, von dem her habe ich von Anfang an einen ganz guten Rhythmus bekommen.“ Fast konnte man den Stein hören, der Thiem wohl vom Herzen gefallen ist. „Es war für mich nicht leicht, die Auslosung zu sehen, weil in New York habe ich doch zwei Runden Zeit gehabt, ein bisserl reinzufinden.“

Gegen Jack Sock spielt er lieber als gegen Reilly Opelka, ließ er durchklingen. „Es macht sicher ein bisserl mehr Spaß als gegen Opelka“, sagte Thiem. Sock sei „ein richtig geiler Spieler“. „Ich schau mir den Jack richtig gern an. Natürlich hat er eine unglaubliche Vorhand, die gilt es zu vermeiden, weil er die aus jeder Position spielt.“ Spielt Thiem seine gute Form weiter aus, ist die zweite Hürde am Mittwoch aber leichter zu nehmen als die erste.

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