„Reverse-Grid“-Rennen

F1-Star Vettel: „Das ist der komplett falsche Weg“

Formel 1
17.09.2020 08:38
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

„Ich halte das für den komplett falschen Weg!“ In der Debatte rund um die „Reverse-Grid“-Rennen findet Formel-1-Star Sebastian Vettel deutliche Worte. Der Ferrari-Pilot hält nicht viel von der Idee, dass der Schnellste aus dem Qualifying nicht mehr ganz vorne, sondern ganz hinten in der Startaufstellung steht.

„Es spricht ganz einfach Bände, wenn man in diese Richtung denkt, nämlich dafür, dass man es nicht geschafft hat, Regeln aufzustellen und Maßnahmen zu ergreifen, die das Feld näher zusammenführen und das Racing auf der Strecke verbessern“, sagt Vettel gegenüber „Racefans“.

Als Sportler gefällt es ihm natürlich nicht, wenn andere Leute gewinnen, aber: „Das muss ich akzeptieren oder selbst bessere Arbeit leisten. Es wäre falsch für den Sport, die Dinge auf diese Weise durcheinanderzubringen!“

Man kann Bayern nicht sagen, sie müssen mit einem anderen Ball spielen
Ähnlich sieht es der ehemalige Mercedes-Sportchef Norbert Haug. „Ich würde nie auf die Idee kommen, einen Schnellen langsamer zu machen - speziell in der Formel 1. Man müsste eher den Langsamen schneller machen“, fordert er bei Sport1. „Man kann ja auch Bayern München als Triple-Meister nicht sagen, sie müssen mit einem anderen Ball spielen oder bekommen drei Mann weniger. Der Drang zur Spitze ist das Wesen des Sports, und nicht der Drang zur Verlangsamung.“

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