14.09.2020 09:53 |

Hamilton überwältigt

„Purer Wahnsinn! Mein Herz rast immer noch“

Wie schon in Monza vor einer Woche lieferte die Formel 1 auch beim Grand Prix der Toskana, dem 1000. Rennen von Ferrari in der „Königsklasse“, ein echtes Spektakel. Rennleiter Michael Masi holte nach schweren Unfällen, die zum Glück nur Blechschäden verursachten, zweimal die rote Flagge raus. Am Ende gab’s ein fast normales Siegerbild: Hamilton „(Mein Herz rast immer noch“) vor Bottas und Albon.

„Das war einer dieser unglaublichen Tage, ein komplett irres Rennen. Mein Herz rast immer noch“, meinte Lewis Hamilton unmittelbar nach der Siegerehrung in Mugello. Mit seinem 90. Grand-Prix-Erfolg torpedierte der sechsfache Weltmeister nicht nur die Ferrari-Jubiläumsparty, er greift nun in zwei Wochen im russischen Sotschi nach der Rekordmarke von Michael Schumacher. „Na ja, das ist schon ein Wahnsinn, 90 Siege“, rang Hamilton sichtlich nach Worten.

„Einfach unglaublich“
Auch für Mercedes-Teamchef Toto Wolff, der übrigens das Gerücht, wonach Sponsor Ineos für 700 Millionen Pfund das Mercedes-Werksteam übernehmen wolle, ins Reich der Märchen verwies, ist die Tatsache, den Schumacher-Rekord zu knacken, „einfach unglaublich. Wer hätte gedacht, dass man diese Marke einmal brechen könnte. Michael und Ferrari waren in den 2000er-Jahren für viele Vorbild, auch für uns.“

Zurück zum Rennen: Nach dem Unfall in Kurve zwei, bei dem sich Verstappen und Gasly verabschiedeten, folgte nach dem Safety-Car ein Massencrash (siehe F1 live) mit Roter Flagge. „Zum Glück wurde da niemand verletzt, das war fürchterlich“, sagte Wolff, der auch den heftigen Einschlag von Lance Stroll als „unglaublichen Crash“ bezeichnete. Wieder „Rot“!

Drei stehende Starts gab’s bislang erst dreimal in der Geschichte der „Königsklasse“ - 1987 in Österreich, 1990 in Belgien. Zwei Rote Flaggen erst vor vier Jahren im Regen von Brasilien.

„Genieße das Podium“
Während Valtteri Bottas enttäuscht war („Ich hab alles beim zweiten Re-Start verloren“), freute sich die Red-Bull-Crew über Rang drei von Alexander Albon, der nach der jüngsten Kritik jetzt einmal richtig durchschnaufen kann. „Es hat lange gedauert, bis ich es hierher geschafft habe. Aber dahinter steckt auch sehr, sehr harte Arbeit. Jetzt genieße ich dieses Podium“, so Albon, der zum Chaos-Rennen meinte: „Da floss mehr Adrenalin als alles andere durch meinen Körper.“

Richard Köck, Kronen Zeitung

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