28.09.2010 17:36 |

Flughafen-Schikane

"Sackerl-Unsinn" wird endlich aufgehoben

Wie lästig das ist: Keine Getränke, kein Deo, kein Shampoo dürfen beim Fliegen mit dem Handgepäck an Bord, alles, was nicht vorschriftsmäßig ins Plastiksackerl passt, muss am Flughafen entsorgt werden. In weniger als drei Jahren soll damit Schluss sein. Die EU stimmte am Dienstag einem Vorstoß der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation zu und lockert die Sicherheitsbestimmungen in Kombination mit neuen technischen Standards. Damit der "Sackerl-Unsinn" auch in Österreich ein Ende hat, braucht es hierzulande noch sogenannte Flüssigkeitsscanner.

Von Flug zu Flug immer die gleichen traurigen Gesichter. Der Eistee darf nicht mit an Bord, das Shampoo auch nicht und der teure Whiskey, ein Mitbringsel für den Opa, landet ebenfalls im Mistkübel. Statt Fruchtsaft könnte ja Flüssigsprengstoff im Flascherl sein.

Klingt idiotisch, hat aber einen wahren Hintergrund: Seitdem im Jahr 2006 Terroristen Anschläge auf Transatlantikflüge planten, geht es in 10.000 Metern Höhe äußerst trocken zu. Passiert ist danach freilich nichts (mehr), auch wurden keine neuen Komplotte aufgedeckt. Mit dem Aufkommen der Flüssigkeits- und Körperscanner wuchs hingegen der Druck auf die Befürworter der Plastiksackerl, u.a. die EU.

Spätestens 2013 soll Schluss sein
Jetzt endlich die sicherheitspolitische Schubumkehr: Die EU-Kommission hat am Dienstag mitgeteilt, dass ab 2012 (spätestens ab April 2013) im Flugzeug große Flaschen wieder erlaubt seien, auch der Generalsekretär der internationalen Zivilluftfahrtorganisation kündigte eine radikale Lockerung der Verbote an.

Grund: Bis dahin wären die meisten Flughäfen in Europa sowieso mit Flüssigkeitsscannern ausgerüstet. Diese Detektoren können einwandfrei unterscheiden: Ist die Flüssigkeit jetzt ein Parfum oder eine alles vernichtende Bombe? Laut der Zivilluftfahrtsorganisation, die mit 190 Mitgliedsstaaten praktisch die ganze Welt umfasst, ziehen bei dem internationalen Abkommen auch die USA mit. Am Dienstag sprach sich US-Heimatschutzministerin Janet Napolitano allerdings gegen die EU-Pläne aus. Es sei zu früh, einen Zeitpunkt für die Aufhebung des Verbots zu nennen, sagte Napolitano der Nachrichtenagentur AP am Rande einer ICAO-Konferenz in Montreal.

Innenministerium wartet noch ab
In Österreich ticken die Uhren bei der Lockerung der Sicherheitsbestimmungen derzeit ohnehin noch anders. "Es sind in der EU mehrere Geräte in Erprobung", erklärt Rudolf Gollia vom Innenministerium in Bezug auf die hierzulande noch fehlenden Flüssigkeitsscanner. "Man wird sich die Ergebnisse genauer ansehen."

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