26.08.2020 22:00 |

Steirische Forschung

Jetzt sollen Milliarden für Wasserstoff fließen

Wasserstoff gilt seit Jahren als ein Schlüssel, um Österreichs ambitionierte Klimaschutzziele zu erreichen. Das große Potenzial soll an den technischen Universitäten vorhanden sein – darunter in Graz und Leoben. Dort wird bereits intensiv geforscht. Was noch fehlt? Zwei Milliarden Euro bis 2030, so die Meinung der Unis.

Eine Milliarde Euro ist bis zum Jahr 2024 notwendig, eine weitere dann bis 2030: Diese Botschaft verkündete am Mittwoch die TU Austria, ein Zusammenschluss von TU Graz, TU Wien und Montanuniversität Leoben.

„Es braucht jetzt das entschlossene Handeln der politischen Entscheidungsträger und den nationalen Schulterschluss mit Industrie und Forschung. Nur so stellen wir sicher, dass Österreich – anders als bei der Batterietechnologie – den Anschluss an die globale Entwicklung dieser grünen Schlüsseltechnologie nicht verliert“, sagt Harald Kainz, der Rektor der TU Graz.

1250 Arbeitsplätze sichern
Konkret seien 500 Millionen Euro für die zeitnahen Prozessumstellungen in der Industrie notwendig. 400 Millionen Euro sollen für industrienahe Forschung, 100 Millionen Euro für Grundlagenforschung zur Verfügung stehen. Laut einer Studie würde so ein Wachstumsimpuls von 904 Millionen Euro ausgelöst werden, 1250 Arbeitsplätze wären permanent gesichert.

An der TU Graz beschäftigen sich etwa 160 Wissenschafter mit Wasserstofftechnologien, seit 15 Jahren gibt’s sogar ein eigenes Forschungszentrum („HyCentA“). Das Team um Leiter Alexander Trattner hat bisher 70 Projekte, wie die erste Wasserstofftankstelle, abgeschlossen. Heuer wird die Versuchsanlage um 600 Quadratmeter erweitert.

Die Montanuni Leoben fokussiert sich unter anderem darauf, Konzepte zum Speichern großer Wasserstoffmengen zu entwickeln.

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