24.08.2020 06:00 |

State Partnership

Militär-Partnerschaft mit USA nimmt Form an

Nach einer kurzen Schockstarre konkretisiert sich die Zusammenarbeit mit dem US-Militär: Ab 2021 soll das Bundesheer noch intensiver mit den Vereinigten Staaten - genauer: mit ihrer Nationalgarde - kooperieren. Mit US-Botschafter Trevor Traina wurden erste Details besprochen, beide Seiten erhoffen sich viel.

Diese Überraschung ist Mike Pompeo gelungen: Als der US-Außenminister vor Kurzem verkündete, dass Österreich als erstes Land Europas, das früher nicht beim Warschauer Pakt war, in das „State Partnership Program“ (SPP) der USA aufgenommen wird, staunten sowohl Verteidigungs- als auch Außenministerium. So schnell hatte niemand damit gerechnet. 

Starke Miliz-Einbindung in das Programm
Doch bald darauf setzte Begeisterung ein: Denn das Programm sieht eine enge Zusammenarbeit des Heeres mit der Nationalgarde eines bestimmten US-Bundesstaates vor. GIs würden etwa zum Gebirgskampftraining nach Österreich kommen, beim Bundesheer wolle man auf „Krone“-Anfrage die Miliz stark in das Programm einbinden.

Laut US-Angaben könnte die Partnerschaft die Zusammenarbeit zwischen Österreich und den USA in mehreren Punkten vorsehen:

  • Bewältigung von Naturkatastrophen
  • Grenzschutz
  • Ausbildung von Unteroffizieren
  • Sanitätsausbildung
  • Cyber Security
  • Schutz von natürlichen Ressourcen
  • Friedenssichernde Einsätze
  • Kampf gegen Drogenhandel
  • Kampf gegen den Terrorismus
  • Atomare Abrüstung

Treffen Tanner & Traina
Nachdem sich US-Außenminister Pompeo bei seinem Wien-Besuch herzlichst bei „Herrn Tanner“ für die Zusammenarbeit bedankte, wurde in den Tagen danach rasch das persönliche Gespräch gesucht: Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) und US-Botschafter Trevor Traina trafen sich in der Wiener Rossauer Kaserne, eine der zentralen Fragen: Welcher US-Bundesstaat mit seiner dazugehörigen Nationalgarde wird es denn?

Gebirgiger Bundesstaat im Nordosten?
„Vier Bundesstaaten stehen im Raum“, hieß es im „Krone“-Gespräch mit dem Ministerium. „Und nachdem einer der Schwerpunkte ,Kampf im alpinen Gelände‘ sein wird, wird es wohl eher nicht Florida werden.“ Ein Bundesstaat im Nordosten des Landes hätte derzeit die besten Chancen. In der ersten Hälfte 2021 soll es zum Vertragsabschluss kommen. „Die USA sind ein interessanter Partner, und auch das Interesse an den Fähigkeiten unserer spezialisierten Truppe ist groß“, so Tanner. 

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