08.08.2020 06:00 |

Kampf um Medikament

Anschober nimmt sich seltener Krankheit an

Tod durch Ersticken wegen eines Kollapses der Lunge - dieses traurige Schicksal droht 300 Österreichern, die mit der seltenen Diagnose Spinale Muskelatrophie (SMA) leben müssen. In Österreich wird die Behandlung bisher verweigert! Jetzt schaltete sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober ein.

Seit Wochen macht sich die „Krone“ für die betroffenen Menschen in Österreich stark. Wie berichtet, kämpfen die rund 300 Patienten im Land mit einer Petition darum, ein längst vorhandenes und zugelassenes (aber extrem teures) Medikament zu bekommen. Der Name des Mittels: Spinraza, der Kostenpunkt pro Dosis beträgt rund 80.000 Euro.

„Bisher hörten wir so viele Ausreden“
Eine Petition, damit das Medikament wie in vielen anderen Ländern auch in der Alpenrepublik zum Einsatz kommen kann, erzielte mittlerweile exakt 23.730 Unterschriften. Am Freitagnachmittag wurden Patientin und Initiatorin Christina Holmes sowie Jakob Schriefl bei Gesundheitsminister Rudolf Anschober vorstellig. „Wir wollen sicherstellen, dass die Behandlung aller Betroffenen gewährleistet wird. Bisher hörten wir so viele Ausreden“, so die junge Frau im Gespräch mit der „Krone“.

Der Grün-Politiker will sich der Angelegenheit persönlich annehmen. Er zeigte sich von den Schilderungen der beiden tief betroffen und will sich für eine bundesweit einheitliche Vorgehensweise hinsichtlich des Medikamenteneinsatzes bemühen.

Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

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