Schweizer Studie zeigt
Wer bei den Eltern wohnt, bleibt länger Single
Eine Studie der Universität Zürich hat jetzt gezeigt, welche Menschen tendenziell länger alleinstehend sind. Darunter sind etwa Personen, die allein oder noch bei den Eltern wohnen. Das Forschungsteam hat 16- bis 29-Jährige befragt, die in Deutschland und Großbritannien wohnen.
Voraussetzung war, dass sie zu Beginn der Erhebung noch nie in einer Beziehung gewesen waren. Sie bekamen bis zum Alter von 29 Jahren jährlich Fragen gestellt. Eines der Ergebnisse der Studie der Universität Zürich ist, dass Personen, deren Wohlbefinden laut eigener Aussage schlecht ist, länger Single bleiben. Auch auf Männer und Personen mit höherer Bildung treffe das zu, teilte das Forschungsteam rund um Michael Krämer mit.
Wenn junge Erwachsene länger Single bleiben als ihre Gleichaltrigen, haben sie laut der Analyse „moderate Risiken“ für ihr Wohlbefinden. Im Laufe der Jahre als Single sank die Lebenszufriedenheit, gleichzeitig nahm das Gefühl der Einsamkeit zu. Diese Belastungen waren vor allem in den späten Zwanzigern vorhanden. In dieser Lebensphase stieg bei den dauerhaften Singles auch die Depressivität an.
Partnerschaft verbessert Wohlbefinden
Besonders problematisch scheint das Ergebnis für Menschen mit bereits geringem Wohlbefinden: Ein geringes Wohlbefinden erhöht die Wahrscheinlichkeit, länger Single zu bleiben, was wiederum das Befinden weiter verschlechtern kann. Dieser Teufelskreis könnte es in den späten Zwanzigern erschweren, eine erste Partnerschaft zu finden, sagte Krämer.
Sobald die Befragten ihre erste Partnerschaft eingingen, wurden sie zufriedener und fühlten sich weniger einsam. Bei der Depressivität ließ sich kein solcher Effekt feststellen. „Junge Erwachsene verzichten zunehmend auf feste romantische Beziehungen“, stellten die Forscherinnen und Forscher jedoch insgesamt fest. Ihre Studie, für die mehr als 17.000 Personen befragt wurden, ist im Fachblatt „Journal of Personality and Social Psychology“ erschienen.









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