Handy, Konto und Co.

Krimi um Vermissten: Wie sich seine Spur verlor

Tirol
14.01.2026 20:37

Mysteriös ist nach wie vor das spurlose Verschwinden eines gebürtigen Oberösterreichers (24) in Innsbruck. Seit Mitte Dezember fehlt von dem jungen Mann jede Spur. Nachdem er sich zu Weihnachten nicht bei seiner Familie gemeldet hatte, wurde er als abgängig gemeldet. Ein Unglück kann nicht ausgeschlossen werden. Die „Krone“ weiß, wie sich seine Spur verlor.

Großes Bangen herrscht nach wie vor bei der Familie des 24-jährigen Oberösterreichers, der seit mehreren Jahren in Innsbruck lebt. Seine Schwester meldete ihn am 26. Dezember bei der Polizei als vermisst. „Weil er sich zu Weihnachten nicht gemeldet hatte“, schildert Christoph Kirchmair von der Kripo im Gespräch mit der „Krone“.

Letztes Lebenszeichen sechs Tage vor Weihnachten
Seit 2023 habe sich der 24-Jährige in Tirol aufgehalten. Es gab offenbar mehrere Wohnadressen – zuletzt lebte er von September bis 12. Dezember in einer Betreuungseinrichtung im Stadtteil Pradl. Dort wurde er sechs Tage später noch einmal gesehen. Es sollte das letzte Lebenszeichen des Mannes gewesen sein. „Am 19. Dezember hätte er dort noch einen Beratungstermin gehabt, diesen hat er aber nicht wahrgenommen“, so Kirchmair weiter.

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Es wurde eine Handypeilung durchgeführt, dabei hat sich herausgestellt, dass das Handy schon einige Tage nicht mehr online war.

Christoph Kirchmair, Kripo Innsbruck

Mit Bankomatkarte in Geschäft bezahlt
Nach der Vermisstenmeldung am 26. Dezember startete die Innsbrucker Kripo mit umfassenden Ermittlungen. „Es wurde eine Handypeilung durchgeführt, dabei hat sich herausgestellt, dass das Handy schon einige Tage nicht mehr online war. Es konnte nicht mehr herausgefunden werden, wo es das letzte Mal eingeloggt war“, erklärt der Ermittler. 

Die letzte Kontobewegung gab es am 15. Dezember – an diesem Tag hatte er in einem Innsbrucker Geschäft mit der Bankomatkarte bezahlt.

Wer hat den 24-Jährigen gesehen?
Wer hat den 24-Jährigen gesehen?(Bild: Polizei)

Der 24-Jährige hat offenbar keine oder nur wenige soziale Kontakte gehabt und auch keine konkreten Anlaufstellen. Zumindest sind den Ermittlern bisher keine bekannt. „Wir haben etwa auch Kliniken und Noteinrichtungen abgefragt, alle Erhebungen blieben aber ergebnislos“, schildert Kirchmair. 

Bisher keine entscheidenden Hinweise
Auch jetzt, Mitte Jänner, fehlt vom 24-Jährigen immer noch jede Spur – ist er wie vom Erdboden verschluckt. Am Dienstag wandte sich die Kripo mit einem Foto des Abgängigen an die Öffentlichkeit. Die Hoffnung beruht auf mögliche Zeugen, die Hinweise zum Aufenthaltsort des Mannes geben können.

Bis dato sind keine bei der Kripo eingelangt. „Ein Unglücksfall kann derzeit also weiterhin nicht ausgeschlossen werden“, wurde betont.

Die Innsbrucker Kriminalpolizei ersucht weiterhin um zweckdienliche Hinweise unter der Telefonnummer: 059 133/75-3333.

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