06.08.2020 10:52 |

VCÖ-Studie

Immer mehr Fahrgäste in steirischen Regionalbahnen

Fast acht Millionen Fahrgäste waren im Vorjahr mit den steirischen Regionalbahnen unterwegs - eine deutliche Steigerung im Vergleich zu 2018. Das belegt eine aktuelle Analyse des Verkehrsclub Österreichs (VCÖ). Heuer jedoch leiden auch die Regioanlbahnen unter Corona.

Fast acht Millionen Fahrgäste waren im Vorjahr mit den steirischen Regionalbahnen (Graz-Köflacher-Bahn, Weizer Bahn, Murtalbahn, Übelbacher Bahn und Gleichenberger Bahn) unterwegs, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Ganz generell wurde in Österreich wurde im Vorjahr erneut mehr Bahn gefahren, auch auf den kleineren Bahnen. Die Zahl der Fahrgäste auf den 19 Regionalbahnen, die nicht zur ÖBB gehören, nahm im Vorjahr um rund 800.000 auf 38,6 Millionen Fahrgäste zu.

GKB im österreichischen Topfeld
Die Graz-Köflacher-Bahn ist nach der Wiener Lokalbahn Österreichs zweitstärkste Regionalbahn. 6,29 Millionen Fahrgäste waren mit der GKB unterwegs, um fast 154.000 mehr als im Jahr 2018. Gegenüber dem Jahr 2011 stieg die Zahl der Fahrgäste der GKB um 1,43 Millionen, ein Plus von 29 Prozent, macht der VCÖ aufmerksam. „Wer das Angebot verbessert, wird mit mehr Fahrgästen belohnt“, stellt dazu VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.

Steigerung auch bei anderen steirischen Regionalbahnen
Innerhalb der Steiermark ist die Weizer Bahn die zweitstärkste Regionalbahn. Rund 834.000 Fahrgäste waren im Vorjahr mit der Weizer Bahn unterwegs, um fast 30.000 mehr als im Jahr 2018 und sogar um 200.000 mehr als im Jahr 2011, macht der VCÖ aufmerksam.

Die Übelbacher Bahn legte leicht um 4.500 auf rund 240.000 zu, die Gleichenberger Bahn hatte mit 53.600 die niedrigste Fahrgastanzahl der 19 Regionalbahnen. Die Murtalbahn verzeichnete wegen der Vermurungen im vergangenen November einen Fahrgastrückgang, der aber angesichts der mehrwöchigen Sperre mit rund 14.000 - auf 540.000 Fahrgäste - gering war. 

Auswirkungen von Corona
Infolge der Covid-19-Pandemie ist heuer die Zahl der Fahrgäste stark zurückgegangen. Einerseits fanden viele Fahrten nicht statt. Deutlich weniger Touristinnen und Touristen aus dem Ausland, viel weniger Pendlerinnen und Pendler durch Kurzarbeit und vermehrtes Home-Office sowie vor den Ferien viel weniger Studierende, Schülerinnen und Schüler durch Home-Schooling.

Dennoch Ausbau gefordert
Während es in der vor Covid-19 Zeit zu Spitzenzeiten meist überfüllte Züge gab, haben Fahrgäste derzeit in der Regel eine Sitzplatzgarantie. „Überfüllte Züge sollte es auch in Zukunft nicht mehr geben. Aber nicht, weil Fahrgäste ausbleiben, sondern weil es häufigere Verbindungen gibt. Deshalb ist es wichtig, jetzt den Ausbau der Schiene voranzutreiben, damit es künftig im Schienennetz keine Engpässe gibt“, betont VCÖ-Experte Schwendinger. Denn die Klimaziele sind nur erreichbar, wenn mehr Personen vom Auto auf die Bahn umsteigen.

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