29.07.2020 11:24 |

US-Dramedy

Zwischen Kiffen und 9/11: „King of Staten Island“

Beim Terroranschlag am 11. September 2001 starben fast 3000 Menschen, darunter viele Feuerwehrleute. Einer von ihnen war Scott Davidson. Sein Sohn Pete war damals sieben Jahre alt. Dessen neue Tragikomödie „The King of Staten Island“ (Kinostart: 30. Juli) erzählt von Wut, Schmerz und einem Neubeginn.

Für Pete Davidson ist es eine sehr persönliche Geschichte: Im Film „The King of Staten Island“ spielt der Komiker von „Saturday Night Live“ einen jungen Mann, dessen Vater vor fast 20 Jahren als Feuerwehrmann bei einem Einsatz gestorben ist. Auch im echten Leben hat Davidson das erlebt, allerdings kam sein Vater durch den Terroranschlag vom 11. September 2001 in New York ums Leben.

Ein Schicksalsschlag, der den damals Siebenjährigen stark prägte. Mit Regisseur Judd Apatow und Dave Sirus hat Davidson ein autobiografisch gefärbtes Drehbuch geschrieben und nicht nur seinem Vater, sondern auch den vielen anderen Feuerwehrleuten ein Denkmal gesetzt, die bei ihren Einsätzen immer wieder ihr Leben riskieren.

Im Film lebt Scott mit 24 noch bei seiner Mutter. Statt sich einen Job zu suchen, hängt er mit Freunden ab, experimentiert mit Drogen und versucht sich als Tattookünstler. Er steckt in spätpubertärer Antriebslosigkeit fest, ohne Ziele, depressiv und ohne Ehrgeiz. Das nervt sogar seine beste Freundin und Gelegenheitsgeliebte Kelsey.

Doch eines Tages geschieht etwas, was ihn völlig aus der Bahn wirft: Seine Mutter verliebt sich in Ray, ausgerechnet auch ein Feuerwehrmann, so wie Scotts Vater. Scott ist empört, verletzt und voll irrationaler Wut. Auf Ray, auf seine Mutter und auf seinen Vater, der den Heldentod gestorben ist, anstatt sich um seine Familie zu kümmern. Schmerzlich wird Scott klar: So wie bisher kann er nicht weiterleben. Es muss sich dringend etwas ändern.

Das sagt „Krone“-Expertin Christina Krisch zum Film:Regisseur Judd Apatow eskortiert seinen chaotischen Anti-Helden durch das ebenso launige wie hochemotionale Porträt einer verkrachten Existenz, und er wählt dafür lose strukturierte Szenenabfolgen, die die Lethargie und den Müßiggang perfekt spiegeln. Wie er diesen Momentaufnahmen eines Strauchelnden, der sich letztlich doch fängt, mit sensationellen Darstellerleistungen und starken Bildern Gewicht verleiht, macht diese von leisem Sarkasmus umwehte Dramedy zu einem echten Filmerlebnis.

Kinostart von „The King of Staten Island“: 30. Juli.

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