Roger hat's eilig

Federer stürmt in 1:56 Stunden ins Halbfinale

Sport
09.09.2010 10:36
Roger Federer hat erfolgreich Revanche genommen und bei den US Open in New York das Halbfinale erreicht. Der Grand-Slam-Rekordsieger aus der Schweiz besiegte in der Nacht auf Donnerstag den als Nummer fünf gesetzten Schweden Robin Söderling in 1:56 Stunden 6:4, 6:4, 7:5 und trotzte vor 23.781 Zuschauern den Sturmböen im größten Tennisstadion der Welt.

Der 29-jährige Federer hatte Anfang Juni bei den French Open in Paris eine seiner bittersten Niederlagen gegen den Weltranglisten-Fünften Söderling kassiert. Durch das Viertelfinal-Aus von Roland Garros hatte Australian-Open-Gewinner Federer seine 24. Halbfinalteilnahme in Serie bei einem Grand-Slam-Turnier verpasst.

In der Vorschlussrunde von Flushing Meadows trifft der an Position zwei gesetzte Federer am Samstag auf Novak Djokovic, der als Nummer drei gesetzt ist. Der Serbe hatte in einer bizarren, weil vom Wind beeinträchtigen Partie mit Gael Monfils beim 7:6(2), 6:1, 6:2 keine Mühe und will endlich seinen Federer-Fluch von Flushing Meadows besiegen. In den vergangenen drei Jahren war Djokovic in New York jeweils an Federer gescheitert. 2008 und 2009 jeweils im Halbfinale sowie 2007 im Endspiel. Djokovic hat aber heuer noch keinen Top-Ten-Spieler geschlagen.

In der Nacht auf Freitag stehen noch die Viertelfinalpaarungen zwischen dem topgesetzten Rafael Nadal und seinem spanischen Landsmann Fernando Verdasco sowie dem Russen Michail Juschni und Stanislas Wawrinka aus der Schweiz auf dem Programm.
Federer hatte bei den US Open zwischen 2004 und 2008 fünfmal in Folge triumphiert. Im vergangenen Jahr verlor er das Finale gegen Juan Martin del Potro aus Argentinien. Mit seinem sechsten Sieg in Flushing Meadows wäre Federer Rekordsieger des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres. Jimmy Connors und Pete Sampras hatten ihren Heim-Grand-Slam ebenfalls je fünfmal gewonnen.

Damen-Halbfinali stehen fest
Bei den Damen sind die Halbfinal-Plätze bereits vergeben, die topgesetzte Dänin Caroline Wozniacki sicherte sich als vierte und damit letzte Dame ihr Ticket. Die 20-Jährige schlug Dominika Cibulkova aus der Slowakei 6:2,7:5. Im Semifinale trifft sie auf die als Nummer sieben gesetzte Russin Wera Swonarewa, die zuvor Kaia Kanepi aus Estland 6:3, 7:5 geschlagen hatte. 

Trump wollte Wozniacki sehen
Wozniacki durfte sich über prominenten Besuch in ihrer Box am Spielfeldrand freuen. Dort saß überraschend Milliardär und Immobilien-Tycoon Donald Trump. "Er hat meinen Berater angerufen und gefragt, ob da noch Platz ist. Vielen Dank Mister Trump für ihre Unterstützung", sagte Wozniacki nach ihrem Sieg über die Stadion-Mikrofone. 

Die weiteren Semifinalistinnen sind die Belgierin Kim Clijsters und die US-Amerikanerin Venus Williams.

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