15.07.2020 17:35 |

Bei den Eisbullen

Auf Shopping-Tour im Winter darf gewettet werden

Eisbullen-Trainer McIlvane ist dankbar, dass er wieder in Salzburg ist. Der Saisonstart soll nur mit fünf gestandenen Import-Spielern erfolgen. Das eigentlich schon vertraute Motto lautet: „Jünger und schneller!“

Auch für Matt McIlvane brachten die Corona-Monate bisher viele neue Erfahrungen. „Es war eine gute Zeit mit der Familie“, erzählt der Bulls-Trainer. Dass in seinem Heimat-Bundesstaat Illinois die Regeln gegen das Virus sehr strikt sind. Dass sein Vater bald an Covid-19 erkrankt ist, zehn Tage mit Fieber im Spital lag. „Er ist wieder gesund – aber wir haben Respekt vor Corona.“

Der 34-jährige Eishockey-Fachmann ist seit vergangenem Donnerstag wieder in Salzburg. Und betont: „Ich bin dankbar, wieder hier zu sein und die Chance zu haben, ein Team zu coachen.“

McIlvane: „Wollen jünger und schneller werden“
Ein Team, das mit verändertem Gesicht am 5. August ins gemeinsame Training starten wird. „Wir wollen jünger und schneller werden, den Talenten aus der Akademie mehr Möglichkeiten geben, sich zu entwickeln.“ Dafür muss auch eine langjährige Arbeitsbiene wie Schiechl Platz machen. „Wir wissen, was wir an ihm hatten. Es ist keine Entscheidung gegen ihn, sondern für den jungen Weg“, erklärt McIlvane. Der trotz plötzlichem Kolarik-Karriereende nur von zwei Legionären spricht, die bis zum Trainingsauftakt verpflichtet werden sollen.

Geplant sind ein Center (die Position bleibt dennoch Sorgenkind) sowie ein Verteidiger. Die zum verbliebenen Import-Trio Lamoureux, Joslin und Hughes stoßen. Das war’s – sieht man davon ab, dass drei U22- oder zwei U24-Legionärsplätze wohl für Varejcka und Co. reserviert sind. McIlvanes Ansage klingt daher schon mutig: „Wir wollen entwickeln und die Meisterschaft gewinnen.“

Regner ab November?
Worauf auch Klub-Manager Heli Schlögl setzt, auf die Kader der Konkurrenz verweist. Weil Eishockeyliga wie Klubs weiter vor vielen offenen Fragen betreffend der Spielbetriebs-Abwicklung stehen. Es mittlerweile auch um den Fortbestand von Vereinen geht.

Dennoch darf darauf gewettet werden: Nimmt die Liga den Spielbetrieb auf, werden die Eisbullen im Winter noch einmal auf Shopping-Tour gehen. Da passt es ins Bild, dass Defender Regner im November wieder aus Übersee zurückkehren könnte. Die Chance soll auch bei Flügelstürmer Brickley leben. „Er ist weiter ein Thema“, sagt McIlvane, der die tolle Trainingsarbeit von Betreuern wie heimischen Cracks bisher in der Akademie hervor strich.

Sieben Tests geplant
Mit dem erst Anfang Oktober angesetzten Champions Hockey League-Start sind heuer auch Vorbereitungsspiele mehr gefragt. „Sieben sind einmal in Planung, endgültig fixiert aber noch nicht“, erklärt McIlvane. Ein Gegner wird Schwester-Klub München sein – vielleicht im Turnierformat Red Bulls Salute.

Robert Groiss
Robert Groiss
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