13.07.2020 10:02 |

Ungleichheiten

Gewerkschaft will auch für mobile Pflege Testungen

Pflegekraft ist nicht gleich Pflegekraft. Nicht nur bei der Bezahlung gibt es Unterschiede, sondern auch bei Corona-Testungen. So wurden bisher noch keine mobilen Pflegekräfte im Bundesland auf das Virus getestet, kritisiert die Gewerkschaft. Auch bei den Parkgebühren gibt es Unterschiede: Nicht alle müssen zahlen.

Die Angst, sich selbst oder jemand anderen mit dem Coronavirus anzustecken, begleitet mobile Pflegekräfte bei ihrer Arbeit. Bisher wurde in Salzburg zwar das Pflegepersonal in Altersheimen, nicht aber in der mobilen Pflege getestet. „Diese Differenzierung ist aber logisch nicht begründbar, denn auch mobile Pflegekräfte kommen in engen Kontakt mit älteren Menschen, der Risikogruppe schlechthin“, zeigt Michael Huber, Geschäftsführer der Gewerkschaft GPA-djp Salzburg auf. Seine Forderung an die Landesregierung ist klar: regelmäßige Covid-19-Tests auch in der mobilen Hauskrankenpflege.

Land nimmt Pflege in die Teststrategie auf
Nach langem Warten auf die Bestätigung des Bundes hat das Land Salzburg inzwischen auch den Gesundheitsbereich – samt Pflege – in seine neue Teststrategie aufgenommen. Auch für Mitarbeiter der mobilen Hilfsdienste sind dabei Screening-Tests vorgesehen. In Seniorenwohnheimen soll dagegen nur noch stichprobenartig getestet werden.

Parkgebühren-Befreiung für alle Pflegekräfte
Eine weitere Ungerechtigkeit, die die Gewerkschaft stört, sind die Parkgebühren. „Während diplomiertes Pflegepersonal im mobilen Einsatz keine Parkgebühren in Kurzparkzonen zahlen muss, müssen Pflegefachassistenten und Helfer sehr wohl dafür aufkommen“, sagt Huber. Diese Benachteiligung ließe sich durch einen zusätzlichen Satz im Gesetzestext rasch ändern. Für Huber ein kleiner aber einfacher Schritt, um den Pflegeberuf zu attraktivieren.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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