10.07.2020 11:01 |

Formel-1-Comebacks

Die Faszination ließ sie nie wieder los

Fabelhaftes Comeback oder doch nur ein kurzer Ausflug zum Vergessen? Viele prominente Fahrer haben sich in der Vergangenheit eine F1-Auszeit genommen, ihr Zurückkommen verlief jedoch ganz unterschiedlich. Die „Krone“ auf  Streifzug durch die Geschichte.

Fernando Alonso ist in aller Munde! Der Spanier gab dieser Tage bekannt, 2021 - nach zweijähriger Pause - mit Renault sein Comeback in der Formel 1 zu feiern. Doch kann der zweifache Weltmeister an alte Erfolge anschließen? Für den 38-Jährigen ist sein Alter jedenfalls egal: „Die Stoppuhr ist das Einzige, was zählt“, sagt der Spanier. Prominente Vorbilder haben vorgezeigt, wie ein Comeback laufen kann:

  • Niki Lauda: Nach seinem Feuerunfall 1976 auf dem Nürburgring und der bereits erfolgten letzten Ölung im Spital bäumte sich Lauda noch einmal auf. Nur 42 Tage nach dem Inferno saß er in Monza schon wieder im Auto und wurde Vierter. Die Weltmeisterschaft verlor Lauda erst beim finalen Rennen in Fuji, auch weil er nach zwei Runden wegen Sicherheitsbedenken aufgegeben hatte. 1979 legte Niki dann eine zweijährige Pause ein und baute seine Fluglinie auf. 1984 wurde er erneut Weltmeister.
  • Alain Prost: Der „Professor“ genannte Franzose legte eine einjährige Auszeit ein, nachdem er 1991 im Ferrari nur Fünfter geworden war. 1993 kam er zurück und wurde mit Williams prompt wieder Weltmeister - zum vierten Mal in seiner glorreichen Karriere.
  • Nigel Mansell: Nach seinem WM-Titel 1992 wechselte der Brite in die nordamerikanische Champ-Car-Meisterschaft. 1994 kam er nach dem Tod von Ayrton Senna für vier Rennen zu Williams retour und siegte sogar beim Saisonfinale in Australien. Sein anschließender Wechsel 1995 zu McLaren kann als „Missverständnis“ bezeichnet werden.
  • Michael Schumacher: Der Deutsche ist bis heute mit sieben WM-Titeln Rekordhalter. Sein Comeback bei Mercedes 2010 - nach dreijähriger Auszeit - lief aber eher bescheiden. Schumis bestes Ergebnis? Ein dritter Platz in Valencia.
  • Kimi Räikkönen: Weltmeister 2007 mit Ferrari, nach der Saison 2009 wagte der Finne dann den Sprung in den Rallye-Sport. 2012 kehrte der „Iceman“ mit Lotus retour in die Königsklasse. Nach einigen Podestplätzen feierte der heute 40-Jährige, der aktuell für Alfa Romeo fährt, in seiner Comeback-Saison in Abu Dhabi sogar einen Sieg.
  • Robert Kubica: Der Pole galt als Riesentalent. Bei einem Rallye-Gaststart verletzte sich Kubica aber schwer, verlor bei einer Not-OP fast seinen Arm. 2019 fuhr der 35-Jährige für Williams, heute beim Training in Spielberg ist er als Testfahrer von Alfa im Einsatz.
Christoph Kothgasser
Christoph Kothgasser
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