24.06.2020 22:55 |

Bis zu 10 Mio. Dollar

USA verdoppeln Kopfgeld für neuen IS-Chef

Die US-Regierung hat das Kopfgeld für den neuen Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat erhöht. Informationen, die zur Identifizierung und Lokalisierung des Mannes führten, würden mit bis zu zehn Millionen US-Dollar (rund 8,9 Millionen Euro) belohnt, erklärte das US-Außenministerium am Mittwoch.

Bisher belief sich das Kopfgeld auf bis zu fünf Millionen US-Dollar (rund 4,5 Millionen Euro). Abu Hamza al-Quraishi trat vergangenes Jahr die Nachfolge von Abu Bakr al-Baghdadi an, nachdem Spezialkräfte des US-Militärs diesen Ende Oktober in einem Gehöft im Nordwesten Syriens aufgespürt hatten. Baghdadi zündete während des Zugriffs nach US-Angaben eine Sprengstoffweste und starb. Er war der meistgesuchte und gefürchtete Terrorist weltweit. Die USA hatten auf ihn ein Kopfgeld in Höhe von 25 Millionen US-Dollar ausgelobt.

Der geheime neue IS-Chef
Über Quraishi ist wenig bekannt. Er hat mehrere Alias. Nach US-Angaben wurde der Mann, der laut dem US-Außenministerium auf den bürgerlichen Namen Amir Muhammad Sa’id Abdal-Rahman al-Mawla hört, 1976 in Mossul im Irak geboren. Er sei ein Religionsgelehrter der IS-Vorgängerorganisation Al-Kaida im Irak gewesen und schließlich in den Reihen des IS kontinuierlich aufgestiegen, heißt es weiter.

Quraishi habe geholfen, die Verbrechen - Entführung, Menschenhandel und Massaker - gegen Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden im Nordwesten des Iraks voranzutreiben und diese zu rechtfertigen. Er leite die weltweiten Aktivitäten der Gruppe.

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