23.06.2020 14:30 |

Wasservergiftung

Eltern zwangen Sohn (11) zum Wassertrinken - tot

Zu wenig Wasser zu trinken, kann gefährlich für die Gesundheit sein - aber auch das Gegenteil, also zu viel Wasser zu sich zu nehmen, kann zum Tod führen: Nachdem ein elfjähriger Bub vor ein paar Wochen in den USA an einer Wasservergiftung gestorben war, nahm der Fall nun eine noch tragischere Wendung. Die Eltern des Kindes stehen unter Mordverdacht, weil sie den Buben gezwungen haben sollen, drei Liter Wasser in nur vier Stunden zu trinken.

Zachary Sabin aus El Paso County wurde nur elf Jahre alt - am 11. März wurde der Bub leblos mit Schaum vor dem Mund vorgefunden. Der Gerichtsmediziner stellte schließlich eine ungewöhnliche Todesursache fest: Zachary starb an einer Wasservergiftung. Er sei gezwungen worden, drei Liter Wasser auf nüchternen Magen über einen Zeitraum von nur vier Stunden zu trinken.

Doch der Mediziner machte bei seiner Untersuchung auch noch andere grauenhafte Entdeckungen: Der Körper des Elfjährigen wies zahlreiche Verletzungen auf. Wie die Zeitung „The Gazette“ berichtete, wurde Blut an seiner linken Augenbraue und seiner Stirn festgestellt. Er wies außerdem Verletzungen an Kopf, Armen, Schienbein und am Gesäß auf.

Bub musste weiter Wasser trinken, obwohl er sich übergab
Sein Vater Ryan Sabin und seine Stiefmutter Tara Sabin sollen verantwortlich für den Tod des Buben sein. Als er gezwungen worden war, so viel Wasser zu trinken, musste er sich offenbar übergeben, fühlte sich schläfrig und konnte sich nicht mehr artikulieren. Dennoch sollen ihn die Eltern, ohne medizinische Hilfe aufzusuchen, ins Bett gesteckt haben. Am nächsten Morgen wurde Zachary leblos aufgefunden. Er trug eine mit Urin vollgesogene Windel, hieß es im Autopsiebericht.

Seine Stiefmutter alarmierte daraufhin die Rettung. Der Bub hatte Schaum vor dem Mund und es befanden sich Blutspuren auf dem Bettzeug. Jede Hilfe kam jedoch für den Elfjährigen zu spät.

Die wegen Mordes verdächtigen Eltern gaben bei der Polizei zu Protokoll, Zachary habe ein urologisches Problem gehabt und sei deshalb auch ein Bettnässer gewesen. Sein Urin sei sehr dunkel gewesen, daher hätten sie ihn dazu verdonnert, mindestens zwei Liter Wasser am Tag zu trinken. Doch am Abend, bevor der Bub starb, habe Zachary nur kleine Schlucke gemacht und sich anschließend übergeben.

Während Zachary mit dem Tod rang, aß Familie zu Abend
Der Vater habe daraufhin angenommen, der Bub würde zu langsam trinken, sodass sich Luft im Magen sammeln konnte. Er habe ihm daraufhin befohlen, das Wasser ex zu trinken, so wie er es selbst in der Armee gemacht habe. Der Rest der Familie habe währenddessen zu Abend gegessen. Die Stiefmutter habe ebenfalls gedacht, Zachary würde übertreiben - auch als er sich auf den Boden geworfen und dort schließlich die Kraft verloren habe und eingeschlafen sei. Diese Vermutung sollte sich am nächsten Morgen als tragisch und falsch herausstellen …

Nach dem entsetzlichen Autopsiebericht wurde das Paar nun verhaftet. Es wird sich wegen Mordes und Kindesmissbrauchs verantworten müssen.

Zu viel Wasser macht Salzhaushalt des Körpers kaputt
Bei einer Wasservergiftung wird der Körper regelrecht überflutet - der Salzhaushalt des Körpers wird durcheinandergebracht. Der Körper schaltet auf ein Notprogramm um und versucht zu verhindern, Urin zu verlieren, damit keine weiteren Salze aus dem Körper gespült werden. Es kann schließlich Wasser in die Lunge geraten und sich ein Druck im Gehirn aufbauen, was zum Koma oder sogar zum Tod führen kann.

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