Wohnungen evakuiert

Wieselburg: Sämtliche Bäche über die Ufer getreten

1700 Feuerwehrmänner im Einsatz und mehr als 400 Alarmierungen: Das ist die vorläufige Bilanz nach dem Starkregen, der am Sonntag über großen Teilen Niederösterreichs niedergegangen war. Besonders betroffen war der Bezirk Scheibbs - und da der Großraum Wieselburg. Eine Gewitterzelle ließ binnen zwei Stunden sämtliche Bäche, Zubringer der Kleinen Erlauf, Kanäle, Schächte und auch ein Rückhaltebecken sehr rasch überlaufen. Sechs Wohnungen mussten evakuiert werden - sie waren überschwemmt worden. Am Abend traf der Katastrophenhilfsdienst mit einem Zug ein.

Die regional stark anhaltenden Regenfälle um die Mittagszeit hatten laut Feuerwehr für dramatische Szenen im Großraum Wieselburg gesorgt. Es kam zu Überflutungen und Hochwasser. Keller und zwei Tiefgaragen wurden überflutet und mussten ausgepumpt werden. Mehrere Straßen, u.a. in einer Siedlung und die L96, wurden gesperrt. Selbst sechs Wohnungen wurden überschwemmt. Die Räumlichkeiten sind nicht benützbar, die Bewohner wurden laut Feuerwehr von der Gemeinde im Stadthotel untergebracht.

Bis zum späten Nachmittag wurden mehr als 80 Einsätze verzeichnet. Im Großraum Wieselburg waren Feuerwehren mit etwa 170 Mann und 30 Fahrzeugen im Einsatz, wie die Feuerwehr Wieselburg Sadt und Land auf Facebook mitteilte. Das Bezirkskommando Scheibbs bezeichnete zudem Oberndorf a.d. Melk und Zarnsdorf in der Gemeinde Wolfpassing als Hotspots.

Am Abend traf der Katastrophenhilfsdienst mit einem Zug in Wieselburg ein. Feuerwehren aus dem ganzen Bezirk unterstützen nun die Kräfte bei den Aufräumarbeiten. Benötigt wurden Tauchpumpen, Notstromaggregate und Nasssauger.

Mann nach Rettung aus Donau gestorben
In ganz Niederösterreich stieg die Zahl der Feuerwehreinsätze nach dem Starkregen bis zum frühen Sonntagabend auf 410. Zu den betroffenen Bezirken zählte laut Franz Resperger vom Landeskommando auch Amstetten, wo in Wallsee am späten Sonntagnachmittag ein Mann nach seiner Rettung aus der Donau verstarb.

Dem Vernehmen nach wurde der im Wasser treibende Mann vom Mitarbeiter eines Kraftwerks entdeckt. Der Zeuge alarmierte sofort die Rettungskräfte. Vier Feuerwehren standen laut Philipp Gutlederer vom Bezirkskommando im Einsatz. Den Einsatzkräften gelang es, das Opfer aus dem Wasser zu ziehen. Wiederbelebungsversuche blieben letztlich aber ohne Erfolg.

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