21.06.2020 20:37 |

1700 Mann im Einsatz

Hunderte Feuerwehreinsätze nach Dauerregen

Die starken Regenfälle haben in mehreren niederösterreichischen Bezirken für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Unter Wasser stehende Keller und leicht über die Ufer tretende Bäche hatten zur Folge, dass die Helfer bereits in der Nacht rund 100-mal ausrücken mussten. Zeit zu verschnaufen gab es für sie aber auch am Sonntag nicht. Der anhaltende Regen im Norden und Osten führte zu weiteren Einsätzen und Straßensperren. Bis zum Sonntagabend zählte man insgesamt 410 Einsätze.

Der Tag blieb im Norden und Osten des Landes eines: verregnet. Der Wienfluss in der Bundeshauptstadt schwoll aufgrund der anhaltenden Regenfälle an, in Hütteldorf bei der Westeinfahrt stehen Wege unter Wasser. Doch auch in Niederösterreich waren die Feuerwehren immer wieder gefordert. Nach Einsätzen in der Nacht gab es für die Helfer auch am Sonntag vor allem in den Bezirken St. Pölten, Melk, Scheibbs und Tulln reichlich zu tun.

Laut Franz Resperger vom Landesfeuerwehrkommando standen rund 120 Wehren mit etwa 1700 Mann im Einsatz. Die freiwilligen Helfer rückten zu Auspump- und Sicherungsarbeiten aus. Verklausungen in Bächen seien gelöst, Sandsäcke aufgebracht und umgestürzte Bäume beseitigt worden, so Resperger.

Auch Verkehrsbeeinträchtigungen wurden seitens des ÖAMTC gemeldet. Mehrere Straßen mussten wegen Überschwemmungen oder eines Murenabgangs gesperrt werden.

Entspannung war den ganzen Tag nicht in Sicht: Die Schauer hielten an und fielen im weiteren Verlauf immer wieder kräftig aus. Vor allem vom Mariazellerland über den Wienerwald bis hin ins Wald- und Weinviertel fielen sogar bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter, um die 30 Liter waren auch entlang der Alpennordseite möglich. 

Österreich
Wetterdaten:

Nächstes Höhentief statt Sommer satt
Auch die Prognose für die kommende Woche hat sich laut der Experten ein wenig geändert. „Schuld“ daran ist ein neuerliches Höhentief. Darunter versteht man ein Tiefdruckgebiet, das lediglich in höheren Lagen der Atmosphäre zu finden ist. Die Temperatur im Zentrum der Höhentiefs ist niedriger als in seinem Umkreis. Auch unterscheidet es sich von einem „herkömmlichen Tiefdruckgebiet“ dadurch, dass es Prognosen für Wetterexperten schwieriger macht, da Höhentiefs unberechenbarer und ihre Zugbahnen schwerer vorauszusagen sind.

In die neue Woche starten wir zwar mit ruhigerem und sonnigerem Wetter, auch die Temperaturmarke klettert wieder in den höheren Bereich, doch bereits ab Mittwoch kündigt sich im Osten des Landes weitere Regenschauer an, es bleibt aber wohl wärmer als zuletzt. Der Sommer mit viel Sonnenschein lässt also doch noch auf sich warten …

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