18.06.2020 11:45 |

Digitalisierung

Ein drittes Auge für deine Stadt

Was ist eine Smart City und gibt’s eine solche bereits in Vorarlberg? Das junge Dornbirner Start-up-Unternehmen „Weavs“ möchte Städte und Gemeinden digital aufrüsten.

Seit der Coronakrise ist wohl dem letzten Verweigerer klar, dass an der Digitalisierung kein Weg vorbei führt. Damit diese nicht nur wie eine Welle über uns schwappt, sondern auf intelligente Weise die diversen Bereiche miteinander verschränkt und am Ende zu einer Steigerung der Lebensqualität führt, haben die zwei Informatiker Christoph Klocker und Christoph Blank den „Citymonitor“ ins Leben gerufen. Mit ihrer Heimatstadt Dornbirn arbeiten die beiden schon seit einiger Zeit eng zusammen, erste Innovationen wie die „Furt Bot“ konnten bereits umgesetzt werden. Dieser neue Service informiert Anrainer einfach, schnell und digital über eine Sperre der Furt. So können wertvolle Zeit und vor allem Nerven gespart werden. „Citymonitor schafft Transparenz durch die Visualisierung komplexer Daten und fördert damit die Effizienz in vielen Bereichen“, berichtet Klaus Lingg vom Digitalen Management der Messestadt.

Als Technologieanbieter will das Start-up jede Kommune - gleich ob Stadt oder Gemeinde - zur Smart City machen und auf die jeweiligen Bedürfnisse eingehen. Der Begriff Smart City steht für gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, mit deren Unterstützung Gebietskörperschaften effizienter, grüner und letztlich auch sozialer gestaltet werden können. Städte und Gemeinden haben insbesondere ein großes Interesse an einer nachhaltigen Nutzung erneuerbarer Ressourcen.

Auch in Sachen Mobilität machen smarte Lösungen vorhandene Infrastrukturen effizienter, emissionsärmer, sicherer und kostengünstiger. Ein mögliches Einsatzfeld ist die Verkehrsüberwachung und -kontrolle mittels Videokameras in Kombination mit mobilen Apps. Über diese werden die Nutzer dann nicht vor Verkehrsbehinderungen gewarnt, sie erhalten auch gleich einen alternativen Routenvorschlag. Der große Vorteil dieser und vergleichbaren Innovationen: Sie sind sehr kostengünstig, weshalb sich auch kleine und finanzschwache Gemeinde die digitale Aufrüstung leisten könnten.

Der Bürger wiederum profitiert von öffentlichen Dashboards, auf welchen er in Echtzeit verfolgen kann, was in seiner Stadt passiert. Egal ob Öffnungszeiten, Müllkalender oder Parkplatzsituation - das gesamte Angebot einer Stadt ist für jeden Bürger zu jeder Zeit zugänglich.

Stellt sich noch die Frage des Datenschutzes. Personendaten sind bekanntlich sehr begehrt, dementsprechend groß ist die Missbrauchsgefahr. Klocker und Blank betonen daher, dass das Thema auf kommunaler Ebene - anders als etwa bei Google oder Facebook - sehr ernst genommen werde: „Die erhobenen Daten haben keinen Personenbezug und sind daher kein Eingriff in die Privatsphäre. Sie dienen lediglich als evidenzbasierte Entscheidungsgrundlagen.“ Mehr noch: Der Bürger bekomme nun einen Einblick in Prozesse, welche bisher in der Regel hinter den Kulissen abgelaufen sind: „Über dieses Mehr an Transparenz und Information wird so am Ende auch Vertrauen geschaffen.“

Sandra Nemetschke
Sandra Nemetschke
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