Waffen, Nahkampf etc.

Deutsche Neonazis werden in Russland ausgebildet

Ausland
05.06.2020 07:05

Militante Rechtsextreme aus Deutschland sollen einem Bericht zufolge in einem Lager bei St. Petersburg im Norden Russlands für Kampfhandlungen trainiert worden sein. Mehrere Mitglieder der schon seit Längerem vom deutschen Verfassungsschutz beobachteten NPD-Jugendorganisation Junge Nationalisten und der Partei „Der III. Weg“ hätten dort den Umgang mit Waffen und Sprengstoff geübt.

Das berichtet das deutsche Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise. Die Teilnehmer seien im Umgang mit Waffen und Sprengstoff sowie für den Nahkampf trainiert worden. Hinter dem Lager, in dem die Gruppe eine paramilitärische Ausbildung absolviert, soll die für ihre rassistische Hetze berüchtigte Russian Imperial Movement (RIM) stehen.

(Bild: AFP/dpa/Sebastian Willnow)

Zwei Trainingslager bei St. Petersburg
Die USA hatten sie erst im April auf die Liste globaler Terrorgruppierungen gesetzt. Bei St. Petersburg soll die Organisation RIM (Imperialbewegung) gleich zwei Trainingslager haben. Nach russischen Medienberichten ist die Bewegung ultrarechter christlich-orthodoxer Russen auch in ihrer Heimat als extremistisch eingestuft, aber nicht verboten.

Der Anti-Terror-Experte Nathan Sales vom US-Außenministerium hatte die Entscheidung Washingtons damals so begründet: „RIM ist eine Terrorgruppe, die im Stil von Paramilitärs Ausbildung für Neonazis und jene anbietet, die für eine weiße Dominanz eintreten.“ Die Bewegung versuche, Europäer und Amerikaner gegen angebliche Feinde aufzuhetzen.

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