28.05.2020 06:00 |

Virus im Griff?

Trotz Lockerungen keine erhöhten Infektionszahlen

Die zurückgehende Verbreitung des Coronavirus sorgte für den Verdacht, dass eine „Kreuzimmunität“ mit anderen Viren dafür verantwortlich sein könnte. Der Infektiologe Prof. Dr. Burgmann sieht das sehr skeptisch. Es sei nun vor allem wichtig, Infektionen rasch zu identifizieren, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Derzeit wird von einem deutschen Immunologen berichtet, dass die niedrigen Infektionszahlen trotz Lockerungen durch eine eventuelle sogenannte Kreuzimmunität zustande kommen könnten: Verschiedene Coronaviren sind ja seit den 1960er-Jahren bekannt. Die Hypothese: Wer schon mit anderen Coronaviren in Kontakt gekommen ist, könnte auch gegen das neue SARS-CoV-2-Virus immun sein.

Kontakt zu Coronaviren schützt nicht vor Covid-19
„Gegen diese Theorie spricht, dass ältere Menschen, die ja in ihrem Leben schon viele Kontakte mit Coronaviren hatten, weniger leicht erkranken müssten. Doch das trifft nicht zu. Sie zählen zu der gefährdeten Gruppe. Außerdem wäre diese Immunität auch schon zu Beginn der Pandemie bemerkbar gewesen und nicht erst nach den Lockerungen“, betont der Infektiologe Prof. Dr. Heinz Burgmann vom AKH Wien.

Infektionen rasch entdecken
Die Verbreitung des Virus wurde in Österreich durch die strengen Maßnahmen wie Abstand halten und Maskenpflicht sehr erfolgreich in den Griff bekommen, und dieser Weg sollte auch weiter verfolgt werden. „Wirklich sinnvoll ist auch das sogenannte Contact Tracing. Mit dieser Methode können Infizierte rascher entdeckt und so die weitere Ausbreitung in der Bevölkerung verhindert werden“, erklärt der Experte. „Und das wird umso wichtiger, wenn die Reisetätigkeit in den nächsten Wochen und Monaten zunehmen wird.“

Kronen Zeitung

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