27.05.2020 10:25 |

„First-Mover“

Kurz sprach erneut mit Chefs „smarter“ Länder

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Mittwoch erneut mit Regierungschefs „smarter Länder“ über das weitere Vorgehen während der Corona-Krise gesprochen und diese Länder dabei als „First-Mover-Countries“ bezeichnet. Es gebe einen regen Austausch über die Erforschung von Medikamenten und Impfstoffen sowie Containment und möglichst schnelle Testungen. Aufgrund der guten Infektionslage gehe man nun in eine neue „Phase der Eigenverantwortung“ über, mit „wenigen, aber klaren Regeln“.

Kurz sprach nach der Videokonferenz von einem regelmäßigen Austausch mit den „First-Mover-Countries“, also Ländern, die besonders schnell auf die Ausbreitung des Coronavirus reagiert hätten. Man habe drei Themen besprochen, nämlich die wissenschaftliche Kooperation, neue Lockerungsschritte und das Containment, also die Isolierung von Infizierten und ihrem Umfeld. „Wir arbeiten intensiv zusammen, was die Erforschung von Medikamenten, Impfstoffen und besonders schnellen Testungen betrifft.“ Das alles könne dazu beitragen, schnell wieder zum „gewohnten Leben“ zurückzukehren.

Infektionslage erlaubt Lockerungen am Freitag
Aufgrund der guten Infektionslage könne man diese Woche den nächsten Schritt für weitere Lockerungen setzen. Es solle „wenige, aber klare Regeln“ geben, gestützt durch eine strenge Isolierung des Umfelds von positiv Getesteten, also dem sogenannten Containment. „Die Krankheit ist nicht ausgelöscht, sondern nach wie vor eine Realität“, sagte Kurz. Man gehe von einer Phase des „absoluten Lockdown“ in eine Phase der Eigenverantwortung über. „Natürlich wird es immer wieder auf diesem Weg auch zu Rückschlägen kommen.“

Die Zahlen seien aufgrund der guten Entwicklungsphase auf einem niedrigen Niveau, weshalb es am Freitag neue Lockerungsschritte geben werde. Laut Informationen der „Krone“ soll es bei diesen Lockerungen auch um private Feiern und Hochzeiten gehen.

Unter den Teilnehmerländern waren unter anderem Australien, Israel, Dänemark, Tschechien, Norwegen, Neuseeland und Singapur. Der Kanzler hatte die Zusammenarbeit mit Ländern, die seiner Meinung nach besonders gut mit der Ausbreitung der globalen Corona-Pandemie umgegangen sind, vor einem Monat mit einer ersten Videokonferenz gestartet.

Neu in der Runde war diesmal der Präsident Costa Ricas, Carlos Alvarado.

Martin Grob
Martin Grob
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