Alarm schlagen die Modehändler in NÖ: „Wir brauchen dringend finanzielle Unterstützung, sonst droht eine Pleitewelle!“ Gefordert wird ein rasches Hilfspaket für den Wareneinkauf.
Die Frühjahrsmode, die wir um viel Geld eingekauft haben, können wir praktisch wegwerfen“, sagt Branchensprecherin Nina Stift, die selbst in Tulln ein traditionsreiches Modehaus betreibt. Denn Mode sei gewissermaßen „ein verderbliches Gut, das nicht einfach fürs nächste Jahr aufgehoben werden kann“. Zudem musste auch bereits die Herbst- und Winterkollektion geordert werden. „Und niemand kann sagen, ob die Menschen nach der Corona-Krise wieder so einkaufen, wie sie es davor getan haben“, so Stift.
Zwar habe die Bundesregierung schon viel für die Wirtschaft getan, aber es seien Nachbesserungen nötig, betont die Vizepräsidentin der NÖ-Wirtschaftskammer: „Wir hatten wochenlang keine Umsätze und stehen mit dem Rücken zur Wand. Der heimische Modehandel braucht maßgeschneiderte Hilfe.“
Und Stift weiß auch, wie diese aussehen sollte – eine 60-prozentige Nettoersatzrate auf den Wareneinkauf der heurigen Frühjahrs- und Sommersaison. Immerhin gehe es auch um viele Arbeitsplätze: In Niederösterreich sind knapp 2750 Modegeschäfte mit mehr als 10.000 Beschäftigten aktiv.










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