Mi, 20. Juni 2018

Nach Seher-Protest

18.08.2010 17:18

ORF nimmt Panzer-Bausatz-Werbespot aus dem Programm

Modellbau-Magazine mit Bausätzen zum Sammeln sind nichts Neues, neben Autos oder Booten kann man bei einem Heft sogar den menschlichen Körper zusammenbauen. Ein fragwüriges Produkt hat die französische Firma Hachette Collections auf den Markt geworfen. Der Panzerkraftwagen IV Tiger, kurz Tiger-Panzer genannt, ist allerdings kein unbeschriebes Blatt. Während der NS-Zeit war er das schlägkräftigste Kampfgerät der Armee Adolf Hitlers. Nach einigen irritierten Zuschauer-Reaktionen hat der ORF den Werbespot für den Bausatz aus dem Programm genommen.

Als "deutsche Legende" wird der Tiger-Panzer im Werbespot der Firma Hachette Collections bezeichnet. In 140 aufeinander folgenden Ausgaben kann man sämtliche Bauteile des Kriegsgerätes sammeln und das Modell vervollständigen. Bauanleitung und Hintergrundinformationen kommen in Form des Magazines mit dazu.

Historische Einordnung fehlt
Der Tiger-Panzer wurde zwischen 1942 und 1944 von der deutschen Wehrmacht sowie der Waffen-SS im Kampf eingesetzt. Hersteller war die Firma Herschel. In besagtem Werbespot fehlt die historische Einordnung des Panzers als Kampfgerät der Nationalsozialisten völlig.

Nach Zuschauer-Reaktionen rausgenommen
Für viele ORF-Zuseher, die den Werbespot am Montag im Hauptabend-Programm sowohl auf ORF 1 als auch auf ORF 2 verfolgten, dürfte das mehr als befremdlich gewesen sein. Marktfähigkeit des ORF ja, aber das war selbst dem Kaufmännischen Direktor Richard Grasl zu viel.

Nach entsprechenden Hinweisen der ORF-Seher wurde die Reklame für den Panzer-Bausatz am Dienstag schließlich aus den Werbeblöcken des öffentlich-rechtlichen Senders gekippt. Grasl selbst verfügte dem Vernehmen nach den Stopp des umstrittenen Spots. Im ORF-Radio ist der Spot allerdings weiterhin zu hören.


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