Mo, 16. Juli 2018

In Geröll versunken

18.08.2010 15:54

Erzbergbahn steht nach Murenabgang vor dem Aus

Es ist eine Schande: Nachdem Teile der Gleisanlagen der bald 120-jährigen Erzbergbahn im Bezirk Leoben unter Muren begraben wurden, blickt der private Betreiberverein in eine ungewisse Zukunft. Öffentliche Hilfe wäre dringend von Nöten - allerdings, fühlt sich niemand für die Museumsbahn zuständig!

Am Morgen des 18. Juli kam es - wie berichtet - durch heftige Unwetter zu massiven Murenabgängen entlang der 20 Kilometer langen Erzbergbahn. Vier Abschnitte sind dabei meterhoch in Geröll versunken (Bild), der Schaden kann bis heute nicht einmal einigermaßen abgeschätzt werden.

"Wir sind am Verzweifeln"
Obwohl der Betreiberverein, dem ausschließlich Ehrenamtliche angehören, sofort alle Behörden um Hilfe angefleht hatte, gibt es bis dato noch keinerlei Unterstützung: "Wir sind am Verzweifeln! Das Tourismusressort unter Hermann Schützenhöfer sagt, es wäre nicht zuständig, vom Landeshauptmannbüro gab es bislang überhaupt noch kein Feedback. Das Bundesheer erteilte uns eine Absage, an Unterstützungsangeboten größerer Firmen, die uns zum Beispiel mit Baggern aushelfen könnten, mangelt's ebenso. Einzig die Bevölkerung leidet mit und will helfen. Nur, mit bloßen Händen und ein paar Schaufeln zu buddeln, bringt nichts", sagt Rene Thaller vom Verein Erzbergbahn.

Geschieht nicht bald ein Wunder, wird die unter Denkmalschutz stehende Museumsbahn ihre für 2011 anberaumte 120-Jahr-Feier wohl nicht mehr miterleben – daher der dringende Appell an alle: Bitte helfen!

von Barbara Winkler, "Steirerkrone"

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