Unmut über Testkosten

1800 ausländische Pflegekräfte bleiben länger da

Die Gratistest für rumänische Pflegekräfte sorgen für Unmut unter ausländischen Betreuerinnen. 1800 von ihnen haben bis jetzt den „Bleib-Da-Bonus“ beantragt.

In der Vorwoche kamen neun 24-Stunden-Betreuer über einen Reisekorridor aus Rumänien in Linz an. Die Covid-Testung bei der Einreise wird vom Land OÖ übernommen. „Warum bekommt die Pflegerin aus der Slowakei, die meine Mutter betreut, nicht auch die Testkosten ersetzt, wenn sie nach zwei Monaten heimfährt?“, fragt sich Maria Tiefenthaller aus Linz. 24-Stunden-Betreuer aus anderen Ländern fühlten sich ungleich behandelt.

Sozialministerium zahlt
Auf Nachfrage im Sozialressort des Landes kommt zu Tage, das die Testkosten vom Sozialministerium getragen werden müssten, das Land finanziere diese nur aus dem laufenden Sozialbudget vor. Bei einer überschaubaren Personengruppe sei das möglich, nicht aber bei etwa 1800 Betreuerinnen. So viele haben nämlich bis jetzt den „Bleib-Da-Bonus“ beantragt.

SP-Forderung
„Aus meiner Sicht könnten zusätzliche Tests aus dem, was der Bund dem Land Oberösterreich für die Pflege zur Verfügung gestellt hat, finanziert werden“, sagt Landesrätin Birgit Gerstorfer. Das Sozialministerium genehmige das aber zurzeit nicht.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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Freitag, 29. Mai 2020
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