09.05.2020 14:02 |

Profivereine zittern

Salzburg fordert klare Regelung für Bäder-Öffnung

Der Salzburger Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) fordert vom Bund mehr Entgegenkommen bei den Corona-Einschränkungen für Sportvereine und endlich klare Richtlinien, unter denen die Freibäder am 29. Mai aufsperren dürfen. „In der ganzen Stadt mit 153.000 Einwohnern gibt es nur noch vier Infizierte, da tue ich mir schwer, einem Verein zu erklären, dass er nicht trainieren darf“, so Auinger.

Etliche Bestimmungen seien nicht nur für ihn schwer nachvollziehbar. So sind etwa die Bäder seit Mitte März gesperrt, die Schwimmvereine hätten keine Möglichkeit zum Training. „Wenn jeweils nur auf jeder äußeren Bahn ein Schwimmer trainiert und der Trainer am Beckenrand steht, dann kann ich das Problem nicht erkennen“, sagte der Politiker bei einem Mediengespräch am Freitag. Ähnlich verhalte es sich beim Tennis, wenn der Trainer viele Meter vom Sportler entfernt stehen kann. „Wenn das so weiter geht, wird es bald viele Profivereine nicht mehr geben“, so Auinger. „Alle erwarten klare Auskünfte und Regeln. Besser wären weniger Pressekonferenzen der Bundesregierung, dafür klare Vorgaben.“

Auch für die Öffnung der Freibäder mahnt Auinger vom Bund die Richtlinien ein. „Der erste Entwurf hat überhaupt geheißen, die Bäder dürfen aufsperren, aber es darf niemand ins Wasser.“ Mangels klarer Bestimmungen würden sich die städtischen Freibäder jetzt auf alle Eventualitäten vorbereiten. So habe man etwa schon Decken bestellt, falls diese als Abstand-Regel vorgeschrieben werden sollten.

Klare Überlegungen habe man auch schon für den Eingangsbereich, außerdem arbeitet die Stadt an einer Online-Einsicht über den Kartenverkauf, sodass man im Internet auf einen Blick sehen kann, ob ein bestimmtes Bad schon voll oder der Eintritt noch möglich ist. Sein Wunsch wäre es, dass je zehn Quadratmeter Liegefläche ein Gast erlaubt sei, denn dann könnte man alleine beim größten Freibad, dem „Lepi“, rund 6.000 Wasserratten einlassen. Sollten aber pro Besucher sehr große Flächen vorgeschrieben werden, dann würde sich für viele Bäder das Aufsperren nicht oder kaum rechnen.

 Salzburg-Krone
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