09.05.2020 08:00 |

Nach Corona-Schließung

Muttertag hilft dem Tiroler Handel bei Comeback

Bunte Blumen, Schokolade, edle Parfums, Gutscheine oder doch ein teueres Schmuckstück? Der kommende Sonntag ist nicht nur ein Festtag für alle Mütter im Land, sondern lässt auch den Tiroler Handel nach dem Corona-Lockdown zum ersten Mal wieder jubeln. In Tirol werden Geschenke um 20 Millionen Euro gekauft.

Von einer Corona-Krise war am Freitag in den meisten Blumengeschäfte von Landeck über Innsbruck bis nach Kufstein nicht wirklich etwas zu spüren. Die Läden waren voll, Tulpen, Orchideen oder Hortensien (die Muttertagsblume schlechthin) – gefragter denn je.

Extra Verkaufsstände
„Wir bereiten uns schon seit einer Woche auf den Muttertag vor“, verrät Sylvia von Blumen Calovini mit insgesamt acht Standorten in Tirol. Rund 20 Euro werden im Schnitt für jede Mama ausgegeben. „In den vergangenen Jahren sind oft auch Väter mit ihren Kindern zum Einkaufen gekommen. Wohl aufgrund der Maskenpflicht und diverser Schutzmaßnahmen werden die Sprösslinge nun meist zu Hause gelassen“, konnte die Blumen-Fachfrau beobachten. In den Einkaufszentren wie etwa im DEZ in Innsbruck oder in den Stadtgalerien in Schwaz wurden zusätzlich Verkaufsstände aufgebaut. „Damit wollen wir vermeiden, dass der Andrang in den Geschäften selbst zu groß wird.“

Gutscheine boomen
Immer begehrter werden zum Muttertag auch Gutscheine, wie man bei Miriam Kosmetik in Zirl weiß. „Wir haben nun seit einer Woche geöffnet und unsere Kunden freuen sich wahnsinnig darüber, sich etwa wieder die Füße pflegen zu lassen“, erklärt Chefin Miriam Ebensperger. Vor allem viele Töchter kaufen für ihre Mütter Gutscheine. „Die wissen eben genau, was Mamis wollen“, lacht die Kosmetik-Studio-Besitzerin.

Wichtiger Umsatzbringer
Durch und durch positiv sieht auch Martin Wetscher, Obmann des Tiroler Handels, die Umsätze kurz vor dem Muttertag. „Erfahrungsgemäß werden Geschenke im Wert von 20 Millionen Euro gekauft und wir sind zuversichtlich, dass es auch dieses Jahr so sein wird“, sagt der Spartenobmann. Nach Weihnachten und Ostern ist der Muttertag schließlich der drittwichtigste Umsatzbringer.

Einige Mütter dürfen sich heuer aber wohl auch über kulinarische Schmankerln freuen. Denn Restaurants sind noch geschlossen und aufgrund von Homeoffice und Kurzarbeit bleibt Zeit, die Mama kochtechnisch zu verwöhnen.

Samuel Thurner
Samuel Thurner
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