02.05.2020 08:00 |

Fußball

„Von Osim und Krankl am meisten gelernt“

Nach turbulenten Monaten beim SAK 1914 installierte Salzburgs Traditionsklub mit Roman Wallner nun einen prominenten Cheftrainer. Der 38-jährige, gebürtige Grazer mit Wohnort Salzburg-Rif plauderte im „Krone“-Interview über eine unsichere Fußball-Zukunft, seine Vorbilder und seinen eigenen Stil als Trainer.

Erst vor ein paar Tagen wurden bei Regionalligist SAK alle Spieler und das Trainerteam (dem Roman Wallner angehörte) entlassen. Nun aber wird eifrig an der Zukunft gebastelt. Ex-Coach Andreas Fötschl kehrte als sportlicher Leiter zurück. Seit Freitag fix: Roman Wallner ist neuer Trainer. Für den 38-jährigen Ex-Teamstürmer (29 Spiele/sieben Tore) und A-Lizenz-Coach die erste Station.

Roman, Cheftrainer beim SAK - wie fühlt sich das an?

Ich bin glücklich, kenne den Klub ja von meiner Tätigkeit als Individualcoach. Das ist eine große Herausforderung und Chance zugleich.

Du warst im Herbst nach dem Fötschl-Abgang schon drei Spiele auf der Bank. Was hast du dabei mitgenommen?

Die drei Spiele in der Verantwortung haben mich zusätzlich motiviert, diesen Weg einzuschlagen. Ich konnte zuvor unter Andi Fötschl viel lernen. Im Winter in der kurzen Phase vor der Corona-Krise habe ich auch von Thomas Hofer einiges mitgenommen.

Du bist mit Fötschl nicht nur als sportlicher Leiter wieder verbunden, er unterstützt dich auch im Trainerteam?

Ja, ich verstehe mich mit Andi gut, wir sind loyal, ähnlich in der Auffassung.

Das große Problem: Keiner weiß, wann es wieder los geht. Wie gehst du mit der Situation um, wie lange ist dein Engagement angedacht?

Sicher einmal für ein Jahr. Wann es los geht, das kann keiner vorhersagen. Man könnte ab 15. Mai in Kleingruppen trainieren. Aber macht das auch Sinn? Fußball ist ein Zweikampfsport.

Die Frage ist auch, mit welcher Mannschaft. Es hat derzeit keiner einen Vertrag.

Wir führen natürlich Gespräche. Es steht alles still im Fußball, viele warten zu, einige sind vielleicht auch angefressen. Aber es war ein positives Zeichen des Vorstandes, dass mit der Installierung des sportlichen Leiters und Trainers nun wieder Konstanz rein kommt.

Wie würdest du dich überhaupt als Coach beschreiben?

Gute Frage. Wichtig ist mir Fitness, einfacher Fußball, respektvoller Umgang. Ich habe mir von allen Trainern was abgeschaut. Am meisten habe ich aber von Ivica Osim, Hans Krankl und Lothar Matthäus gelernt.

Herbert Struber
Herbert Struber
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