108 Täter geschnappt

„Fensterputzer“ hinter Gittern

Zufrieden blickt die Exekutive auf die abgelaufene „Saison“ der Dämmerungseinbrüche. Die Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht an, dafür wurden 108 Täter gefasst. Besonders stolz ist die Polizei, eine bosnische Bande geschnappt zu haben. Diese hatte mit Fensterputzmitteln ihre Spuren an den Tatorten verwischt.

868 Einbrüche zur Dämmerungszeit wurden von Oktober 2019 bis Ende März bei der Polizei angezeigt. Das ist zwar im Vergleich zum Jahr davor ein leichter Anstieg, dennoch ist man zufrieden. Denn bei fast jedem zweiten Einbruch blieb es beim Versuch. Außerdem hat sich die Aufklärungsquote von 10 auf 21 Prozent mehr als verdoppelt. 182 Dämmerungseinbrüche wurden geklärt – das sind um 90 mehr als im Jahr davor. Jeder dritte geschnappte Täter ist Österreicher, dahinter liegen mit einem Anteil von 15 Prozent Rumänen und Serben mit 12 Prozent.

Die Ausforschung der Einbrecher stellte die Exekutive oft vor schwere Aufgaben. Besonders trickreich war eine bosnische Bande, die zunächst brachial vorging. Sie trat Türen und Fenstern ein, suchte nach Schmuck und anderen Wertsachen in 40 Häusern, vor allem in den Bezirken Mistelbach und Gänserndorf. Bevor die Einbrecher den Tatort verlassen haben, griffen sie zum Fensterputzmittel. „Sie versuchten, ihre Spuren zu verwischen“, berichtet Omar Haijawi-Pirchner, Leiter des Landeskriminalamts. Dennoch gelang es den Ermittlern, zumindest zwei von ihnen hinter Gitter zu bringen.

Ebenso geschnappt wurden drei Albaner nach 47 Dämmerungseinbrüchen in NÖ, der Steiermark und dem Burgenland. Ihnen wurden Schuhsohlenabdrücke und Hinweise aus der Bevölkerung zum Verhängnis. „Eine Anrainerin fotografierte das Fluchtauto“, lobt sie Generalmajor Franz Popp. Insgesamt wurde in dieser Saison ein Schaden von über einer Million Euro verursacht, mehr als ein Drittel von den beiden Banden.

Thomas Werth, Kronen Zeitung

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