14.04.2020 20:00 |

Ansturm auf Baumärkte

Farbe, Mörtel, Pflanzen stehen hoch im Kurs!

Ein Hauch von Normalität - und dennoch weit von jeder Normalität entfernt: Am heutigen Dienstag durften an die 3000 steirischen Geschäfte wieder aufsperren, die „Steirerkrone“ hat sich bei den Kunden umgehört.

Ohne Maske kommt keiner irgendwo rein - dieser „Schlachtruf“ von Kunden und Geschäftsleuten gleichermaßen lag fast hörbar in der steirischen Luft. Zu sehr hat man „seine“ Läden schon vermisst, zu sehr haben sich viele aufs Einkaufen gefreut, da wurde nichts riskiert, was einen neuerlichen „Shutdown“ auslösen könnte - wie auch unser Lokalaugenschein in und rund um Graz, Leoben, Hartberg, Leibnitz, Fürstenfeld zeigte.

Schätzungen zufolge verzeichnet der steirische Einzelhandel bislang ein dramatisches Corona-Minus von 280 Millionen Euro. Seit Dienstag dürfen rund 3000 Betriebe, die unter die 400-Quadratmeter-Grenze fallen, wieder offen halten, „und der Großteil hat die Möglichkeit genutzt“, so Spartenchef Gerhard Wohlmuth. „Wenngleich viele auf Sparflamme fahren, manchmal nur der Inhaber selbst drin steht und die Entwicklung der Lage abwartet.“

Was die Steirer wohl am meisten vermisst haben: Farbe, Erde, Pflanzen, Mörtel & Co.!  Vor Baumärkten bildeten sich teilweise richtige Schlangen, die Parkplätze waren so voll, dass Erinnerungen an Weihnachten aufzogen. „Aber die Leute haben sich sehr diszipliniert verhalten, haben gewartet, Abstand gehalten“, erzählt uns ein Filialleiter. 

Das Geld sitzt nicht so locker

Mode und Diverses lief ebenfalls gleich an, „wenngleich viele nur zum Gustieren kommen, man merkt schon, dass das Geld nicht locker sitzt“, so die Betreiberin eines Dekogeschäftes in der Oststeiermark.

Carina Harbisch, Boutiquenbesitzerin aus Graz, betont: „Wir halten alle Sicherheitsmaßnahmen ein. Und hoffen sehr, dass die Kunden jetzt schon kommen und nicht auf den Ausverkauf warten.“

So vielfältig wie die Steiermark ist offenbar auch, wie die Öffnung ankam, in welcher Geschwindigkeit und Frequenz diese relative Normalität zurückkehrt. Wohlmuths Bilanz: „Jüngere Leute haben sich öfter rausgetraut als die ältere Generation. Und während es auf Baumärkte oder Baustoffe einen Ansturm gab, lief es bei Sport, Schuhen und Konfektion eher verhalten.“

Wohlmuth hofft, dass bald mehr aufsperren dürfen, „damit sich der Verlust geringer hält. Das Millionen-Minus ist ohnehin nicht aufzuholen.“

Christa Bluemel
Christa Bluemel
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