08.04.2020 20:27 |

58 Milliardäre weniger

„Forbes“-Liste: Krise trifft auch die Superreichen

Die neue Rangliste der reichsten Menschen der Welt des US-Wirtschaftsmagazins „Forbes“ zeigt, dass die Corona-Krise auch die Superreichen belastet. Jeder zweite von ihnen ist wegen starker Verluste an den Finanzmärkten weniger vermögend als im Vorjahr. Insgesamt zählt die Liste 2095 Milliardäre - 58 weniger als im Vorjahr -, deren Vermögen um 700 Milliarden Dollar (649 Milliarden Euro) auf acht Billionen Dollar (7,41 Billionen Euro) schrumpfte. An der Spitze steht Amazon-Chef Jeff Bezos, reichster Milliardär Österreichs ist Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz. 

Trotz seiner teuren Scheidung verteidigte der 56-jährige Bezos im dritten Jahr in Folge den Spitzenplatz. Obwohl Bezos seiner Ex-Frau MacKenzie bei der Trennung ein Aktienpaket im Wert von etwa 36 Milliarden Dollar überließ, bleibt er laut „Forbes“ mit einem Vermögen von 113 Milliarden Dollar der reichste Mensch der Welt.

Die 36 Reichsten der Reichen weltweit:

Hier sind die reichsten Menschen der Welt zu Hause:

Mateschitz führt Österreich-Ranking an
In der „Forbes“-Liste tauchen auch neun österreichische Milliardäre auf. Ihr Gesamtvermögen beläuft sich auf 41,2 Milliarden Euro. Das interne Ranking führt Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz mit einem geschätzten Vermögen von 16,5 Milliarden Euro an. Im weltweiten Ranking nimmt er damit Platz 57 ein. Er ist auch der einzige Österreicher unter den Top 100. Sieben Milliardäre aus Österreich wohnen in Wien.

Die Österreich-Karte der Dollar-Milliardäre:

Bill Gates zweitreichster Mensch der Welt
Weltweit an zweiter Stelle rangiert unverändert Microsoft-Gründer Bill Gates, dessen Reichtum nach Schätzung des Magazins um 1,5 Milliarden auf 98 Milliarden Dollar anstieg. Auf Platz drei zog indes der Chef des Luxusgüter-Konzerns LVMH, Bernard Arnault, an US-Starinvestor Warren Buffett vorbei.

Facebook-Chef Zuckerberg auf Platz sieben
Oracle-Chef Larry Ellison landet mit geschätzten 59 Milliarden auf Platz fünf, vor Amancio Ortega, Chef der Modehaus-Kette Zara, mit 55,1 Milliarden Dollar und Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf Rang sieben mit 54,7 Milliarden Dollar.

Tochter von Walmart-Gründer ist reichste Frau
Die reichste Frau in der Liste ist Alice Walton, Tochter des Walmart-Gründers Sam Walton. Sie belegt mit 54,4 Milliarden Dollar den neunten Rang. Ihre Brüder Jim (54,6 Milliarden) und Rob (54,1 Milliarden) belegen im Ranking die Plätze acht und zehn. Mackenzie Bezos, Ex von Amazon-Gründer Jeff Bezos, hat es durch die Scheidung übrigens auf Platz 22 geschafft. Ihr Vermögen beträgt laut „Forbes“ 36 Milliarden Dollar.

Knapp die Top Ten verfehlt hat Ex-Microsoft-Chef Steve Ballmer: Er landet mit 52,7 Milliarden Dollar auf Platz elf. Die Google-Gründer Larry Page (50,9 Milliarden) und Sergey Brin (49,1 Milliarden) landen im Reichen-Ranking auf Platz 13 und 14. Twitter-Gründer Jack Dorsey schaffte es mit seinen 3,3 Milliarden Dollar nur auf Platz 804. Der 43-Jährige hatte am Dienstag angekündigt, mehr als ein Viertel seines Vermögens im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu spenden.

Trumps Vermögen sank binnen eines Monats um eine Milliarde Dollar 
Das Vermögen von US-Präsident Donald Trump sank aufgrund der Corona-Pandemie laut „Forbes“ binnen eines Monats um eine Milliarde auf 2,1 Milliarden Dollar. Trump stürzte deshalb von Platz 715 auf Platz 1001 ab.

Das Milliardärs-Ranking des Blatts basiert jedoch lediglich auf Schätzungen, für die „Forbes“ öffentlich zugängliche Informationen zu Vermögenswerten wie Aktien, Immobilien, Kunstobjekten oder Luxusgütern sammelt. Es gibt immer wieder Zweifel an der Zuverlässigkeit der Angaben. Die Erhebung wurde am 18. März abgeschlossen. Tagesaktuelle Schätzungen veröffentlichen „Forbes“ und der Rivale „Bloomberg Billionaires“ auf ihren Websites.

Milliardäre sollten bis zu 60 Prozent ihres Vermögens abgeben
Die Nichtregierungsorganisation Attac spricht sich angesichts der globalen Krise indes für eine Reichensteuer aus. Milliardäre sollten bis zu 60 Prozent ihres Vermögen abgeben, um die Kosten der Krise zu finanzieren. Konkret fordert Attac einen „einmaligen Lastenausgleich“, gestaffelt nach Vermögen, so die NGO.

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