06.04.2020 10:30 |

Hilfe kommt auch jetzt

Autopflege in der Krise: Experten geben Tipps

Deutlich weniger Autos sind seit Ausbruch der Coronakrise auf Österreichs Straßen unterwegs. Wer kann, arbeitet von zu Hause aus. Der Pkw steht daher mitunter mehrere Wochen in der Garage oder im Freien. Sollte man ihn deshalb ab und zu benützen, damit die Batterie nicht ihren Geist aufgibt? Und was müssen jene beachten, die täglich auf ihr Fahrzeug angewiesen sind? Die „Krone“ hat beim ÖAMTC nachgefragt.

Prinzipiell rät der Tiroler Pannenfahrer Gerold Mayerhofer bei einer selteneren Benützung des Wagens, diesen mindestens für 15 Minuten in Betrieb zu nehmen. „So wird der Startvorgang, der die Batterie beansprucht, neutralisiert und sie kann sich genügend aufladen.“ Wenn die Batterie schon schwächer sei, merke man dies beim Startvorgang. Dieser gehe dann langsamer als sonst, erklärt der Experte. „Dann sollte man das Auto mindestens eine halbe Stunde benützen.“

In der Ebene keine Handbremse
Steht das Fahrzeug länger in der Garage oder im Freien auf ebenem (!) Gelände, empfiehlt Mayerhofer die Handbremse nicht anzuziehen. „Stattdessen sollte man das Fahrzeug mit eingelegtem erstem Gang parken. Wenn es länger mit angezogener Handbremse steht, kleben nämlich die Bremsen an den Scheiben und Trommeln fest.“ Vor allem bei Regenwetter könne das hin und wieder vorkommen.

Keine Sorge bei Pannen, Hilfe kommt auch jetzt
Wer derzeit eine Panne hat, muss sich übrigens keine Sorgen machen, dass keine Hilfe kommt. Der ÖAMTC sei rund um die Uhr einsatzbereit. Eine große Bitte hat Mayerhofer aber an jene, die einen Pannenfahrer zu Hilfe rufen. „Sie sollen bitte im Auto sitzen bleiben. Viele kommen ganz nah heran, um uns bei der Arbeit zuzusehen. Dann ist der Mindestabstand von einem Meter nicht mehr gegeben.“

Regelmäßiges Reinigen des Autoinnenraumes
Was derzeit für Menschen gilt – regelmäßiges Händewaschen –, gilt auch für das Auto. Innenraum und Türgriffe sollten gut gereinigt werden. „Dafür braucht es keine speziellen Desinfektionsmittel, herkömmliche Reinigungsmittel sind vollkommen ausreichend. Sie sollten nur möglichst mild sein, um die Oberflächen nicht zu beschädigen“, empfiehlt Techniker Manfred Schöberl auf der Website des ÖAMTC. So sollten neben Türgriffen auch Lenkrad, Schalthebel, Armaturen, Gurte, Innenspiegel, Tankdeckel sowie Kofferraumöffnung beim Reinigen berücksichtigt werden.

Im Auto selbst sollten derzeit keine unnötigen Gegenstände herumliegen. Denn auf Papierfetzen, Taschentüchern, Schachteln und dergleichen könnten sich Viren festsetzen. Nach Möglichkeit sollte für die Dauer der Krise auch auf die Klimaanlage, wo sich Keime verstecken können, verzichtet werden.

Manuel Schwaiger
Manuel Schwaiger
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