Für Ende des Lockdowns

SPÖ-Chefin will „Kompass“ für Weg in Normalität

Politik
03.04.2020 07:01

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hält die gesetzten Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus für unbedingt nötig. Die ehemalige Ärztin wünscht sich jedoch von der türkis-grünen Regierung einen „Kompass“ für die Zeit nach der Krise. Konkret möchte sie wissen, wie der spätere Weg zurück in die Normalität aussehen kann - und unter welchen Voraussetzungen dieser beschritten wird.

Seit beinahe drei Wochen gelten Ausgangsbeschränkungen in Österreich - die Medizinerin und Oppositionspolitikerin Rendi-Wagner zeigte zwar Verständnis dafür, dass man den Zeitpunkt der Lockerung noch nicht nennen kann - allerdings hätte sie gerne, dass die Regierung mit Experten transparente und nachvollziehbare Kriterien für eine Zeit nach dem Lockdown formuliert.

Vor heimischen Supermärkten werden Schutzmasken ausgegeben. Sobald diese verteilt worden sind, ist das Betreten nur noch mit der Maske erlaubt. (Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)
Vor heimischen Supermärkten werden Schutzmasken ausgegeben. Sobald diese verteilt worden sind, ist das Betreten nur noch mit der Maske erlaubt.

Bevölkerung braucht Perspektive
Eine solche Perspektive werde es brauchen, „damit sich die Bevölkerung so lange es notwendig ist weiter verantwortungsvoll an die Regeln hält“, meinte Rendi-Wagner. Die frühere Gesundheitsministerin meint damit nicht, dass sich die Regierung jetzt schon auf einen konkreten Zeitpunkt festlegen muss: „Diesen kennt niemand. Niemand weiß, wann genau wir die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle haben.“

Ein Hinweisschild einer Spielplatzsperre am Wiener Donaukanal (Bild: APA/HERBERT P. OCZERET)
Ein Hinweisschild einer Spielplatzsperre am Wiener Donaukanal

Aber die Regierung sollte die Kriterien festlegen, anhand derer man entscheidet, wann welche Einschränkungen zurückgefahren werden können. Jedenfalls berücksichtigt werden müssten dabei drei Kriterien: Replikationsfaktor (der unter eins liegen muss), Kontrolle über ausreichend Ressourcen (Personal, Beatmungsgeräte, Schutzkleidung) und die Immunität in der Bevölkerung. Herdenimmunität sei laut Experten bei 50 bis 70 Prozent erreicht - und dies müsse mit repräsentativen Antikörper-Stichproben-Testungen erhoben werden, so Rendi-Wagner.

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