30.03.2020 23:07 |

Schiff ohne Hafen

Florida will Zaandam-Passagiere nicht aufnehmen

Das Kreuzfahrtschiff Zaandam mit vier Toten und zwei Corona-Verdachtsfällen an Bord darf seine Passagiere nicht im US-Bundesstaat Florida an Land gehen lassen. Er sehe die Lage an Bord des Schiffes als „großes, großes Problem“, sagte Floridas Gouverneur Ron DeSantis am Montag im US-Fernsehen.

Er wolle nicht sehen, dass „Menschen gerade jetzt im südlichen Florida abgeladen werden, die nicht einmal aus Florida kommen“. Wegen der Angelegenheit stehe er in Kontakt mit dem Weißen Haus, sagte DeSantis. An Bord des Schiffes befinden sich jedoch auch US-amerikanische Staatsbürger, weshalb der Gouverneur von Florida womöglich doch noch einlenken könnte.

Kreuzfahrtschiff passierte den Panama-Kanal
Die Besatzung der Zaandam wollte das Schiff der niederländischen Reederei Holland America Line eigentlich nach Fort Lauderdale in Florida steuern. In der Nacht zuvor war das Kreuzfahrtschiff mit 1800 Passagieren an Bord durch den Panama-Kanal vom Pazifik in die Karibik gefahren.

Schwesterschiff soll Passagiere abholen
Wenige Stunden später folgte ihm sein Schwesterschiff Rotterdam, die aus der US-Stadt San Diego losgeschickt worden war, um die Passagiere mit dem besten Gesundheitszustand von Bord der Zaandam zu holen. Außerdem soll die Rotterdam die Zaandam mit Lebensmitteln, Personal und Corona-Tests versorgen.

Häfen in Südamerika verweigerten die Landung
Die Zaandam war am 7. März in Buenos Aires gestartet. Seit Mitte März sucht sie nach einem Hafen, der ihre Passagiere an Land lässt. Mehrere Häfen in Südamerika verweigerten wegen Corona-Verdachtsfällen an Bord die Landung.

Nach Angaben der Reederei, die jedoch bereits vom vergangenen Freitag datieren, wurden mindestens zwei der insgesamt 1800 Passagiere positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Vier Passagiere seien gestorben.

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