28.03.2020 14:30 |

„Mehr Seriosität“

WK-Tirol reagierte auf Vorwürfe der Arbeiterkammer

Nachdem die Arbeiterkammer Tirol Fälle von Tourismusmitarbeitern beklagt hatte, die angeblich in den Quarantäneregionen von ihren ehemaligen Arbeitgebern vor die Tür gesetzt worden sein sollen, hat die Wirtschaftskammer am Samstag „mehr Seriosität“ eingemahnt. Die Aussagen von Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl würden „nicht den Tatsachen entsprechen“.

Dies habe eine intensive Recherche in den betroffenen Gemeinden ergeben, hieß es weiter. „Ich habe mit allen Bürgermeistern gesprochen. In keiner Gemeinde stellt sich die Lage so dar, wie gestern (Freitag) fälschlicherweise behauptet wurde. In den Quarantäne-Gemeinden ist man über Zangerl empört und auch wir von der Wirtschaftskammer sind von der Vorgangsweise enttäuscht“, betonte Tirols WK-Präsident Christoph Walser.

Auch ÖGB und SPÖ kritisiert
Er rief dazu auf, sollte in den betroffenen Dörfern auch nur ein einziger Notfall bekannt werden, dies umgehend zu melden. Scharfe Kritik richtete Walser auch an den Tiroler ÖGB-Vorsitzenden Philip Wohlgemuth und SPÖ-Nationalrätin Selma Yildirim, die ebenfalls auf die Vorwürfe der AK reagiert hatten: „Es ist das eine, ungeprüfte Anschuldigungen zu verbreiten, aber es wäre sinnvoller, die Damen und Herren hätten ihre augenscheinlich vorhandene Kreativität bei der Erstellung eines rasch abwickelbaren Kurzarbeitsmodells eingebracht“, meinte der WK-Präsident.

„Die Herren Wohlgemuth und Zangerl sollten sich hier einbringen und nicht jede vermeintliche Chance auf eine Schlagzeile oder einen Fernsehauftritt nutzen“, so Walser.

FPÖ kündigte Initiative an
Auch FPÖ-Sozialsprecherin, Abg. Dagmar Belakowitsch hatte sich angesichts der angeblichen Fälle von „Schikanen gegen Tourismusmitarbeiter“ empört gezeigt. „Es ist offensichtlich, dass einige wenige türkis-schwarze Verantwortungsträger aufgrund von Profitgier das Ausmaß des Coronavirus-Desasters in Tirol massiv mitzuverantworten haben. Wenn genau diese Gruppe jetzt die Tourismus-Mitarbeiter hinausekelt, dann zeigt das endgültig den Charakter dieser Personen“, kritisierte Belakowitsch, die eine parlamentarische Initiative der FPÖ für die betroffenen Mitarbeiter ankündigte.

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