28.07.2010 16:24 |

"Air Sarko One"

Sarkozys neuer Airbus: Mit Zigarre in der Badewanne

Im Flugzeug zu duschen, ist ungemütlich, dann schon lieber auf Langstreckenflügen ein ordentliches Bad genießen - das dürfte sich der französische Präsident Nicolas Sarkozy bei der Bestellung seiner neuen Präsidentenmaschine gedacht haben. Auf ausdrücklichen Wunsch des Staatschefs bekomme der Airbus A330 nun eine Wanne, berichtet die französische Wochenzeitung "Le Canard Enchaine".

Sarkozy nehme dabei in Kauf, dass bei Luftlöchern und anderen Turbulenzen das Badewasser in die Kabine schwappen könnte, mokiert sich die meist satirisch angehauchte Zeitschrift über das Präsidentenflugzeug, das seit mehr als einem Jahr für Diskussionen in Frankreich sorgt.

Ein weiterer Sonderwunsch des Präsidenten, der bisher noch nicht bekannt war: Sarkozy möchte auf seinen Flügen hin und wieder eine Zigarre rauchen. Daher müsse das Rauchmeldesystem in dem A330-200 komplett überarbeitet werden.

"Air Sarko One" um knapp 180 Millionen
Das Flugzeug, das in Anspielung auf die US-Präsidentenmaschinen spöttisch "Air Sarko One" genannt wird, soll etwa 176 Millionen Euro kosten und im Herbst geliefert werden. Gleichzeitig wird die Regierungs-Flugzeugflotte um noch einmal so viel Geld aufgerüstet. 

Anstelle der serienmäßigen 324 Plätze wird es nur etwa 60 Sitze im Präsidentenjet geben. Moderne Kommunikationsmöglichkeiten sowie eine Terror-sichere Außenhülle werden dem Airbus ebenfalls spendiert. Die Maschine soll theoretisch auch Ministern zur Verfügung stehen. Priorität habe aber der Präsident.

Alter Jet zu mickrig für den Staatsmann
Bisher flog Sarkozy einen vergleichsweise kleinen und zudem 30 Jahre alten Airbus A319, über den sich der Präsident jüngst beim Besuch der Expo in China wieder einmal immens aufgeregt haben soll. Während ein gecharterter größerer Airbus mit der diplomatischen Entourage, Unternehmern und Reportern nonstop nach China flog, musste Sarkozys Maschine zum Tanken in Sibirien zwischenlanden. Überhaupt sei dem Präsidenten die alte Maschine zu mickrig, heißt es, sogar die spanische Regierung und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel reisen mit bedeutend größeren Flugzeugen.

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