13.08.2004 23:08 |

Athen 2004

Die Olympischen Spiele sind eröffnet

Mit einer eindrucksvollen Zeitreise durch die griechische Geschichte von der Mythologie bis zur Gegenwart hat Athen am Freitagabend die Rückkehr der Olympischen Spiele zu ihren Wurzeln gefeiert. Um 22.46 Uhr gab Griechenlands Staatspräsident Konstantinos Stefanopoulos mit der traditionellen Formel "Ich erkläre die Spiele von Athen zur Feier der XVIII. Olympiade neuer Zeitrechnung für eröffnet" das Startsignal für die zweiten Spiele in der griechischen Hauptstadt nach der ersten Austragung vor 108 Jahren. Als 20. Team führte Tornado-Olympiasieger Roman Hagara führte Österreichs Mannschaft ins Stadion.
Vor 74.000 Besuchern im ausverkauften Olympiastadion"Spyridon Louis" und geschätzten 3,8 Milliarden TV-Zuschauernweltweit hatte Jacques Rogge, der Präsident des InternationalenOlympischen Komitees (IOC), zuvor die Sportler aus aller Weltzur Fairness und Einhaltung der Doping-Regeln aufgefordert. "UnsereWelt braucht den Frieden, Athleten, zeigt uns, dass ihr politische,religiöse und sprachliche Barrieren überwinden könnt.Danke Athen, danke Griechenland", sagte der Belgier. Mit der feierlichenEröffnungszeremonie erlebten die mit der Rekordausgabe vonrund einer Milliarde Euro für die Sicherheit versehenen Spieleeinen friedlichen Auftakt.
 
Willkommen zu Hause
"Olympische Spiele - willkommen zu Hause", erklärteGianna Angelopoulos-Daskalaki, die Präsidentin des AthenerOrganisationskomitees (ATHOC), nach einer perfekt inszenierten,aber nur mit gedämpftem Beifall bedachten Show, in der dieOlympia- Gastgeber 4000 Jahre Geschichte im Zeitraffer Revue passierenließen.
 
Prominente Gäste
Zu den prominentesten Gästen des Eröffnungsspektakelszählten unter anderen Englands Premierminister Tony Blairund Griechenlands Fußball-Erfolgscoach Otto Rehhagel. Dagegenwaren Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin und FrankreichsStaatschef Jacques Chirac, die ihr Kommen ebenfalls angekündigthatten, nicht in der Arena. Von den europäischen Königsfamilienwar die aus Griechenland stammende spanische Regentin Sofia anwesend..
 
Standing Ovations
Die begeistert gefeierte Mannschaft der Hellenenbildete den Abschluss des zwei Stunden dauernden Einmarsches,der wie in der Vergangenheit auch politische Botschaften enthielt.Wie vor vier Jahren in Sydney betraten die Mannschaften aus Süd-und Nordkorea hinter einer gemeinsamen Fahne die Arena. Dabeihielten sich Fahnenträger und Sportler aus beiden Ländernals Zeichen der Annäherung an den Händen. Zu einer Demonstrationwurde auch der Einmarsch der irakischen Mannschaft, die mit Ovationenbegrüßt wurde. Dagegen gab es für die zahlenmäßigstärkste Vertretung der USA beim Betreten der Arena nur wenigApplaus.
 
Fulminates Spektakel
Vor dem Einmarsch der Sportler bekamen die Zuschauereine Atem beraubende Show der Überraschungen zu sehen, inder Antike und Moderne verknüpft wurden. Über 4.000Künstler erfüllten das unter den Leitmotiven "HumanHeartbeat" ("menschlicher Herzschlag") und "Running" ("Laufen")stehende Programm mit Leben, das von dem Engländer Jack Mortonmit größtem Aufwand produziert wurde. Ein mit 2.162Kubikmetern Wasser gespeister künstlicher See in elliptischerForm bildete eine stimmungsvolle Kulisse für eine mit zahlreichenLichteffekten in Szene gesetzte Zeitreise durch die griechischeGeschichte. Bei seinen allegorischen Bildern ließ der künstlerischeDirektor Dimitris Papaioannou Figuren und Symbole aus längstvergangenen Epochen der griechischen Historie wieder auferstehen.
 
Olympia-Fahrplan
Das aktuelle Tagesprogramm zu den Olympischen Spielengibt es bei Krone.at auch zum Ausdrucken (siehe Infobox rechts).
Sonntag, 09. Mai 2021
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